Polizei schaltet Darknet-Dienst Try2Check ab

Try2Check: Polizei nimmt Kreditkarten-Prüfer vom Netz

Ein internationaler Strafverfolgungsoperation ist es gelungen, den Dienst Try2Check vom Netz zu nehmen. Der in Russland ansässige Betreiber Denis Gennadievich Kulkov konnte jedoch noch nicht verhaftet werden. Der Prüfdienst, der seit 2005 kriminelle Darknet-Händler unterstützte, indem er gestohlene Kreditkarten überprüfte, erzielte jährlich mehrere Millionen Dollar Einkommen. Das Angebot ermöglichte es Händlern, gestohlene Kreditkarten über Darknet-Marktplätze zu verkaufen, indem sie den Interessenten gegenüber auswiesen, wie viele der gestohlenen Kreditkartennummern noch aktiv waren und ihren entsprechenden Wert behielten.



Zusammenarbeit internationaler Behörden


Die deutsche Bundeskriminalamt (BKA) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) waren ebenfalls an der Strafverfolgungsoperation beteiligt. Die US-Ermittler arbeiteten mit Partnern aus Österreich, Frankreich, Spanien und den Niederlanden sowie mit Europol zusammen, um den Dienst zu schließen.



Millionen von Kreditkartendaten geprüft


Try2Check prüfte während seiner 18-jährigen Laufzeit jedes Jahr mehrere Millionen gestohlene Kreditkarten. Der Betreiber nahm insgesamt 18 Millionen Dollar ein und kaufte sich unter anderem einen Ferrari. Ein Großteil der Einkünfte erhielt er in Bitcoin, aber es flossen auch andere Geldströme in unbekannter Höhe über andere Zahlungssysteme zu ihm.



Belohnung für Ergreifung des Betreibers ausgesetzt


Das US-amerikanische Außenministerium setzte eine Belohnung von 10 Millionen Dollar für Informationen aus, die zur Ergreifung des Betreibers führen. Sollte er verhaftet und verurteilt werden, drohen ihm 20 Jahre Haft. Try2Check schikanierte nicht nur Kreditkartenaussteller und -inhaber, sondern auch ein großes US-amerikanisches Zahlungsabwicklungsunternehmen, dessen Systeme Try2Check zur Durchführung der Kartenprüfungen missbrauchte.



Fazit


Die Schließung von Try2Check ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Cyberkriminalität. Die Zusammenarbeit internationaler Ermittlungsbehörden zeigt, dass eine koordinierte Vorgehensweise notwendig ist, um kriminelle Aktivitäten zu stoppen und Täter zur Rechenschaft zu ziehen.








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