Russische Strafverfolgungsbehörden gehen gegen Carding-Plattformen vor

Darknet-Markets: Russland schließt vier Carding-Plattformen

Die russischen Strafverfolgungsbehörden setzen ihren Kampf gegen Cyberkriminalität fort und haben kürzlich vier Darknet-Markets geschlossen die auf den Diebstahl und Verkauf gestohlener Kreditkarten spezialisiert waren. Die Plattformen Trump’s Dump, Sky-Fraud Forum, UAS Store und Ferum Shop wurden vom Netz genommen. Die Maßnahme wurde von der K-Abteilung des russischen Innenministeriums orchestriert. Die betroffenen Domänennamen und Marktplätze wurden beschlagnahmt und mit einem Banner versehen, das vor illegalen Aktivitäten warnt. Insgesamt hätten die vier Plattformen weiterhin als 263 Millionen Dollar in Bitcoin, Litecoin und Ether eingebracht, so das Blockchain-Analyseunternehmen Elliptic.



Carding-Websites bieten gestohlene Kreditkarten zum Verkauf an die Cyberkriminelle nutzen um Luxusgüter oder Premium-Geschenkkarten zu erwerben. Die Kreditkarten stammen aus kompromittierten Banking-Plattformen und Online-Shops. Elliptic zufolge hat Ferum Shop allein bis zu 256 Millionen Dollar in Bitcoin durch den Verkauf gestohlener Karten verdient. Dies entspricht fast 17 Prozent des gesamten Marktes für gestohlene Kreditkarten. Der UAS-Shop und der Trump's Dumps-Kartenshop haben ähnlich wie beträchtliche Einnahmen erzielt.



Russland setzt seinen Kampf gegen Cyberkriminalität fort


Die Schließung der illegalen Carding-Plattformen ist ein weiterer Schlag gegen Cyberkriminalität in Russland. Seit Anfang des Jahres hat die russische Regierung bereits mehrere Aktionen gegen Cyberkriminelle durchgeführt. Im Januar wurden 14 Mitglieder der Ransomware-Bande REvil verhaftet die zur Verwendung Cyberangriffe auf der ganzen Welt verantwortlich waren.



Die Investoren sind zuversichtlich, dass sie weiterhin auf einen florierenden Markt für gestohlene Kreditkarten im Darknet zugreifen und dabei unentdeckt bleiben können. Elliptic warnt jedoch: Die russischen Behörden hart gegen illegale Aktivitäten vorgehen werden und dass weitere Schließungen bevorstehen könnten. Der Kampf gegen Cyberkriminalität in Russland wird also voraussichtlich fortgesetzt.




Zuletzt aktualisiert am Uhr





Kommentare


Anzeige