US-Telekomaufsicht setzt Abbau von Netzneutralitätsregeln in Gang
Der neue FCC-Chef hat angekündigt, die von Barack Obama festgelegten Netzneutralitätsregeln rückgängig zu machen. Dieser Prozess wurde nun mit einer Abstimmung eingeleitet.
Der neue FCC-Chef hat angekündigt, die von Barack Obama festgelegten Netzneutralitätsregeln rückgängig zu machen. Dieser Prozess wurde nun mit einer Abstimmung eingeleitet.
Auf der Kommentarseite der Federal Commission of Communication (FCC) ist derzeit die Hölle los. Nicht nur melden sich abertausende US-Amerikaner zu Wort, um ihrem Unmut über die geplante Abschaffung der Netzneutralität Luft zu machen, auch Bots scheinen auf die Kommentare losgelassen worden zu sein.
Unter Donald Trump ist die Netzneutralität wieder akut in Gefahr und erneut ruft Comedian John Oliver in seiner Show ?Last Week Tonight? auf HBO seine Fans dazu auf, sich bei der zuständigen Behörde FCC zu beschweren. Noch während sich der Aufruf in sozialen Netzwerken verbreitete, meldete die FCC mehrere DDoS-Angriffe auf die Webseite.
Als Erfinder des World Wide Web wurde Tim Berners-Lee mit dem Axel Springer Award für seine Verdienste geehrt. Allerdings hat der Internet-Pionier einiges am heutigen Netz auszusetzen, insbesondere den weitverbreiteten Hass und die Manipulationen, die dort stattfinden.
Ein Vorstoß von republikanischen US-Senatoren sieht vor, dass die Netzneutralität in den USA dauerhaft abgeschafft werden soll. Hierbei soll der Regulierungsbehörde FCC die Kompetenz entzogen werden. Das bedeutet, dass Internetanbieter die Möglichkeit haben werden, bestimmte Inhalte zu bevorzugen und andere zu benachteiligen.
Ein bedeutendes Gericht in den USA hat den Antrag von Vereinigungen der Breitbandindustrie abgelehnt, ihre Klage gegen die Vorschriften der Regulierungsbehörde für die Offenheit des Internets erneut mit der vollständigen Kammer zu überprüfen. Das zuständige Bundesberufungsgericht in Washington, D.C.
In den USA formiert sich immer stärkerer Protest gegen das mögliche Ende der Netzneutralität. Die FCC, angeführt von Ajit Pal, diskutiert darüber, die Regelung abzuschaffen. Netzneutralität bedeutet, dass alle Daten im Internet gleich behandelt werden müssen und kein Anbieter bevorzugt werden darf.
Der Bundestag hat beschlossen, dass Provider bei Verstößen gegen die Vorgaben für das offene Internet mit Strafen in Höhe von bis zu 500.000 Euro rechnen müssen. Allerdings werden gebrochene Bandbreitenversprechen nicht geahndet, was eine lückenhafte Sanktionierung bedeutet.
Der frisch ernannte Leiter der FCC strebt an, die rechtliche Grundlage der Netzneutralität aufzuheben. Er setzt auf freiwillige Selbstbeschränkungen der Telekommunikationsunternehmen. Die Netzneutralität gewährleistet, dass alle Inhalte im Internet gleichberechtigt übertragen werden.
Die geplante Reform des Telekommunikationsgesetzes, die sich mit der Netzneutralität und der Qualität von Internetzugängen befasst, wurde von der großen Koalition überarbeitet.