
Ein mit Haven versehenes Smartphone soll dann an einem beliebigen Ort aufgestellt werden und übermittelt dank der Sensoren des Telefons bei Bewegung, Änderungen im Kamerabild und bei Geräuschen entweder per SMS oder über den angeblich sicheren Messenger Signal entsprechende Benachrichtigungen. Die Kommunikation erfolgt ausschließlich mit dem Smartphone dessen, der Haven auf dem Spionage-Smartphone eingerichtet hat. Als besonderes Sicherheits-Feature lassen sich die Benachrichtigungen auch über das TOR-Netzwerk schicken
Zur Ausweitung des Projektes rufen Snowden und seine Unterstützer zu Spenden und zur aktiven Teilnahme am Betatest der App auf. Auch die Mitwirkung am Projekt ist gewünscht. Rechtlich dürfte Haven allerdings zumindest in Deutschland bedenklich sein. Zwar preist Snowden in einem Video entsprechend präparierte Smartphones als Überwachung zum Schutz eigenen Eigentums und zum Schutz vor Überwachung an, allerdings kann die App auch problemlos genau dafür verwendet werden, was Snowden damit angeblich verhindern will: Überwachung. Nachdem die Bundesnetzagentur kürzlich erst getarnte Spionagekameras und Überwachungsuhren für Kinder aus dem Verkehr gezogen hat und die Überwachung öffentlicher Bereiche ohne richterliche Anordnung grundsätzlich erst einmal nicht erlaubt ist, dürfte auch ein mit der Haven-App modifiziertes Smartphone kaum legal sein.
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