Apple wird von einer israelischen Firma wegen angeblicher Verletzung von Patenten im Zusammenhang mit Dualkamerasystemen im iPhone 7 Plus verklagt. Die Firma behauptet; dass Apple eine Lizenzierung ihrer Technologie abgelehnt hat. Das iPhone 7 Plus ist das erste Apple-Produkt, das mit einem Dualkamerasystem ausgestattet ist.
(United States District Court, Northern District of California 5:17-cv-06457).
Corephotonics wird von der Kanzlei Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan vertreten die bereits erhebliche Erfahrung in Prozessen mit dem iPhone-Konzern sammeln konnte: Quinn Emanuel vertritt ebenfalls Samsung in der langjährigen Patentschlacht mit Apple.
Dualkamera im großen iPhone verletzt angeblich vier Patente
Nach Ansicht der israelischen Firma verletzt Apple durch die US-Patente 9402032⸴9568712, 9185291 und 9538152 geschützte Technik. Alle vier drehen sich um Kameratechnik, darunter der Objektiv-Aufbau und auch Implementationsdetails von Dualkamerasystemen die auf eine Kombination aus Weitwinkel- sowie Teleobjektiv mit jeweils fester Brennweite und eigenem Bildprozessor setzen.
Corephotonics wollte Partnerschaft ? Apple nicht
Schon kurz nach der Firmengründung habe das Unternehmen Apple in der Hoffnung auf eine ?strategische Partnerschaft? kontaktiert, schreibt Corephotonics in der Klage ? Apple habe auch positive Rückmeldungen zu der Technik gegeben, Verhandlungen über eine Lizenznahme seien aber gescheitert. Apples Chefunterhändler habe dem Firmengründer gegenüber erklärt selbst unter die Patente verletzt würden brauche es Jahre und viele Millionen Dollar an Prozesskosten, bis Apple vielleicht irgendwas zahlen müsse. Die Firma fordert nun Schadenersatz sowie einstweilige Verfügung gegen Apple.
Apple hatte im Jahr 2015 mit Linx eine andere, auf Multi-Camera-Arrays spezialisierte israelische Firma Linx übernommen und mehrere Patente rund um Dualkamerasysteme eingereicht ? bevor diese 2016 im iPhone 7 Plus Einzug hielten. Das iPhone X ist derzeit nicht Teil der Klage.
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