Facebook erweitert Werbemöglichkeiten auf Offline-Käufer

Ab sofort erlaubt Facebook Unternehmen, Nutzer anzusprechen die zuvor ein Geschäft besucht haben. Diese neue Werbeoption steht vorerst nur Großkunden zur Verfügung. Mit diesem Schritt möchte der Social-Media-Konzern ebenfalls Werbung für Offline-Käufe attraktiver machen. Laut Facebook finden immer noch über 90 Prozent der Käufe in den USA in Läden statt. Google bietet bereits eine ähnliche Option für Werbekunden an.


Für ein neues Werbeprogramm analysiert der Social-Media-Konzern nun die Ladenbesuche seiner Nutzer und bietet diese Daten zur gezielten Kundenansprache an.

Ladenbesuche werden analysiert

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Konzern Werbekunden Softwarelösungen zur Verfügung gestellt, mit denen sie die Auswirkungen der Werbung auf der Social- Media-Plattform auf Kundenbesuche analysieren konnten. Nun schaltet Facebook auch den Rückkanal frei: Ausgesuchte Großkunden können nun gezielt Kunden ansprechen die bereits bei ihnen gekauft haben.

Facebook wirbt in einem Blog-Eintrag mit den vielfältigen Möglichkeiten des neuen Programms. So könnten Facebook-Nutzer die ohnehin Kunde einer bestimmten Landenkette sind, zu häufigeren Besuchen oder höheren Ausgaben pro Besuch animiert werden. Testkunde Kentucky Fried Chicken konnte demnach mit gezielter Kundenansprache die Ausgaben pro erreichtem Kunden um 50 Cent bis zwei US-Dollar steigern. Im Gegenzug könnten auch bestehende Kunden von Neukunden-Rabatten ausgeschlossen werden.

Keine Neukundenrabatte für jeden

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit: Facebook analysiert die Kundengruppe eines Geschäfts und erstellt aus den Daten eine "lookalike audience", also eine Zielgruppe die der üblichen Kundenzusammensetzung weitgehend entspricht. Diese kann dann über Anzeigen angesprochen werden.

Die Daten über die Ladenbesuche kommen teils von Facebook selbst ? so hat die Plattform einen "Store locator" in die Anzeigenplattform integriert der den Nutzern den Weg in die nächste Filiale einer Ladenkette weist. Um Käufe zu erfassen · kooperiert der Konzern mit verschiedenen Datenpartnern · ebenso wie zum Beispiel den Anbietern von Kassensystemen.

Google hatte in diesem Jahr bereits ein ähnliches Werbeangebot vorgestellt, das unter anderem Kreditkartendaten in den USA auswertet um das Kaufverhalten der Kunden zu analysieren. Kritik an dem Angebot kam von $ (LB2250358:Verbraucherschützern)$, weil sie Zweifel an der Effektivität der Anonymisierung haben.

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