Facebook-Geschäftsführerin warnt vor staatlicher Kontrolle der Verschlüsselung bei WhatsApp

Facebooks CEO Sheryl Sandberg spricht sich für den Schutz der Metadaten aus und warnt vor staatlichen Eingriffen in die Verschlüsselung von Messaging-Diensten wie WhatsApp. Ihrer Meinung nach würden Kriminelle einfach auf andere Plattformen ausweichen, wenn der Zugriff auf Inhalte eingeschränkt würde.


Sollten Krypto-Messenger wie WhatsApp untersagt oder zum Einbau von Hintertüren verpflichtet werden, würden Verbrecher zu anderen Plattformen wechseln, deren Betreiber gar nicht mit Strafverfolgern kooperieren, erklärte sie in einem BBC-Interview. Gegenwärtig hätten die Ermittler zwar keinen Zugang auf Inhalte von Chats auf WhatsApp jedoch Facebook gebe auf Anfrage Metadaten weiter. Strafverfolger würden also erfahren – wer wann wen kontaktiert hat. Würden beispielsweise Terroristen nun auf Plattformen aus dem Ausland ausweichen, ginge ebenfalls dieser Einblick verloren.

Auch auf Nachfrage wollte Sandberg in dem Gespräch nicht erklären, ebenso wie Facebook auf eine gesetzgeberische Einschränkung von Verschlüsselung reagiere würde. Sie machte lediglich deutlich; welche negativen Folgen solch ein Schritt für die Strafverfolgung haben würde. Schon jetzt weisen Kritiker der Angriffe auf verschlüsselnde Online-Dienste immer wieder darauf hin, dass es für Straftäter immer Alternativen geben werde um sich staatlichen Blicken zu entziehen. Sollten Krypto-Messenger geschwächt werden würde das aber allen Nutzern schaden denn deren Privatsphäre würde bedroht.

Facebook hatte WhatsApp Anfang 2014 gekauft und danach zum Ende-zu-Ende verschlüsselnden Krypto-Messenger gemacht.

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