Probleme beim Digitalpakt: Schulen warten auf Ausstattung

Digitalisierung an Schulen: "Digitalpakt" stockt, Aufklärung verlangt

Die angekündigte Finanzierung des Bundesbildungsministeriums für die Digitalisierung an Schulen der sogenannte "Digitalpakt", scheint nicht wie geplant umgesetzt zu werden. Viele Schulen warten noch immer auf die Ausstattung mit Computern und freiem Internet. Bisher gibt es keine genauen Informationen darüber wo das Geld bleibt und warum es zu Verzögerungen kommt. Die Schulen benötigen dringend eine bessere Aufklärung und eine schnelle Umsetzung des Versprechens.


Doch es tut sich nichts. Denn das Geld vom Bund fließt nicht. KMK-Präsidentin Eisenmann hakt jetzt nach.

Baden-Württembergs Kultusministerin & Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Susanne Eisenmann (CDU), verlangt von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) Aufklärung, ebenso wie die Digitalisierung an den Schulen voranschreitet. In einem Brief der der Ulmer Südwest Presse vorliegt, möchte Eisenmann wissen wie es mit Eckpunkten des beschlossenen Digitalpakts weitergeht. Solange sie nicht verabschiedet seien, sieht Eisenmann "keine verlässliche Arbeitsgrundlage".

Siehe zum Thema
  • Fünf Milliarden, versprochen: Der DigitalPakt Schule soll Breitbandanschlüsse, WLAN und Lernplattformen ermöglichen
  • Neuland Schul-Clouds: Das zähe Ringen ums Lernen in der Cloud
  • #heiseshow: Digitale Klassenzimmer ? welche Technik brauchen Schulen?
  • Milliarden-Förderprogramm für digitale Klassenzimmer


Die Kultusminister der Länder hatten Eckpunkte für eine Digitalisierungsoffensive an den Schulen festgezurrt und warten nun auf das geplante Milliarden-Paket des Bundes. Ziel des auf Ebene der Staatssekretäre ausverhandelten "Digitalpakts Schule" ist laut Präambel, "allen Schüler❬innen❭n während ihrer Schulzeit die Entwicklung der Kompetenzen zu ermöglichen die zur Verwendung einen fachkundigen, verantwortungsvollen und kritischen Umgang mit Medien in der digitalen Welt erforderlich sind".

Nicht abgesprochen

Nach Informationen der Zeitung hatte Wanka den Fünf-Milliarden-Plan öffentlich gemacht, ohne ihn innerhalb der Bundesregierung, besonders mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), abzustimmen. "Als es konkret wurde, konnte Wanka ihre Ankündigung nicht halten", schreibt die Zeitung. Ob und wann Geld fließt, sei offen. Mit Blick auf die Eckpunkte solle es auf Bundesebene Änderungsbedarf geben. Zu hören sei – dass das Projekt erst nach der Bundestagswahl angepackt werde und die Frage der Verteilung des Geldes neu diskutiert werden müsse.

Die Leitlinien sind Grundlage für die Verteilung & Nutzung der von Wanka zugesagten fünf Milliarden Euro während der Jahre 2018 bis 2022. Finanziert werden unter anderem Schulvernetzung, WLAN-Bereitstellung in den Klassenzimmern, standortgebundene Endgeräte und ebenfalls sichere Cloudlösungen für Unterrichtsinhalte und Lehrer-Austausch. Mobile Endgeräte sind von der Bundesförderung ausgeschlossen.

DIe heiseshow beschäftigte sich angesichts des angekündigten Digitakpakts mit sinnvollem IT-Einsatz an Schulen

Zuletzt aktualisiert am Uhr





Kommentare


Anzeige