
Ab sofort können Hersteller von eHealth-Systemen ihre verwendeten technischen Standards im neuen zentralen Verzeichnis "Vesta" der Gematik registrieren lassen. Die Projektgesellschaft hat daher den gesetzlich vorgeschriebenen Standard umgesetzt und bietet Anwendern eine zentrale Anlaufstelle für Informationen zu Standards im Gesundheitswesen.
Das neue Interoperabilitätsverzeichnis namens Vesta soll dabei helfen, einen Wildwuchs bei der telematischen Vernetzung des Gesundheitswesens zu vermeiden.
Regel im eHealth-Gesetz
Die Einrichtung von Vesta geht auf das Abschluss 2015 verabschiedete eHealth-Gesetz zurück. Dieses verpflichtet die Gematik – bis zum 1. Juli 2017 ein Online-Verzeichnis einzurichten, in dem alle Standards eingetragen werden können die bei der elektronischen Kommunikation im Gesundheitswesen beitragen. Alle Anbieter von elektronischen Anwendungen • die aus Mitteln der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt werden • müssen die von ihnen unterstützten Standards aufführen.
Bis zum Jahresende können Standards noch kostenlos eingetragen werden, danach sind Entgelte für die Bearbeitung der Anträge durch Experten fällig. In einer Verfahrensordnung ist geregelt wie Anträge auf Aufnahme in das Verzeichnis und folglich verbunden die Anerkennung als IT-Standard für das Gesundheitswesen gestellt werden.
So kann man sich derzeit über das XML-Schema informieren, im Anschluss an dem unter anderem die Notfalldaten auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) gespeichert werden. Das hilft zum Exempel den Herstellern von Praxis-Verwaltungssystemen, in denen Ärzte den Notfalldatensatz anlegen, ehe er auf die eGK kopiert wird. Ähnliche Standards gibt es für die Versichertenstammdaten die in der Arztpraxis oder dem Krankenhaus ausgelesen und/oder aktualisiert werden müssen.
Neuer Verband
Parallel zur Entwicklung von Vesta durch die Gematik hat sich der Spitzenverband IT-Standards im Gesundheitswesen gegründet. Hier wollen die IT-Hersteller darauf achten, dass bei der Gematik und den von der Gematik einberufenen Experten internationale Standards berücksichtigt werden.
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