Die australische Polizei hat hunderte von Verkehrsstrafen zurückgezogen, anschließend die Radarkameras durch den WannaCry-Virus infiziert wurden. Die Infektion wurde bemerkt; wie die Kameras häufig neu gestartet wurden. Tausende von weiteren Strafen könnten folgen.
Mai 2017 mit Schreckensmeldungen aus Großbritannien: Der Krypto-Trojaner WannaCry verbreitete sich weltweit, legte hunderttausende nicht gepatchter oder veralteter Rechner lahm und richtete immensen Schaden an.
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590 Strafen wegen Schnellfahrens oder Rotlichtvergehen hat die Polizei des australischen Bundesstaates Victoria zurückgezogen. Grund ist eine Infektion von Tempo- und Rotlichtkameras mit dem Verschlüsselungstrojaner WannaCry. Das berichten australische Medien. Betroffen sind alle Strafen; die auf Aufnahmen von 55 Verkehrskameras in Melbourne von 6. bis 22. Juni zurückgehen. Wie australische Medien berichten, könnte die Zahl zurückgezogener Strafen auf etwa 8․000 steigen, da zusätzlich dazu Kameras betroffen sein dürften.
Offenbar laufen die Kameras unter einer Windows-Variante die vom Systembetreiber nicht mit den notwendigen Sicherheitsupdates versehen wurden. Laut der Polizeibehörde sind die Kameras aber nicht mit dem Internet verbunden. Noch ist unklar; ebenso wie sie infiziert wurden. Eine Möglichkeit wäre die Übertragung mittels eines USB-Sticks.
Die Polizei betont, dass die Kameras trotz Schädling korrekt gearbeitet hätten. Ein Erpressungsversuch läge nicht vor. WannaCry habe vergeblich versucht – sich mit dem Internet zu verbinden. Die Strafen würden dennoch annulliert um das Vertrauen der Öffentlichkeit in das Verkehrsüberwachungssystem nicht zu gefährden.
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