Ransomware WannaCry legt Blitzer in Australien und Honda-Fabrik in Japan lahm

Ransomware WannaCry legt Blitzer in Australien und Honda-Fabrik in Japan lahm
Nach der ersten großen Infektionswelle im Mai dieses Jahres warnten Experten davor, dass WannaCry trotz schneller Patches und Sicherheitswarnungen weiter im Netz sein Unwesen treiben wird. Wie die Polizei im australischen Bundesstaat Victoria meldet, hat die Ransomware Blitzer außer Gefecht gesetzt. In Japan musste eine Fabrik des Autoherstellers Honda den Betrieb einstellen.

WannaCry verbreitet sich weiterhin weltweit auf Windows-PCs. Zwar scheint der größte Schaden vorerst abgewendet, von Zeit zu Zeit gelingt es dem Botnet jedoch immer wieder, auch kritische Infrastruktur zu infizieren. Wie cnet.com berichtet, legte die Ransomware im australischen Bundesstaat Victoria 55 Infrarotkameras und Blitzer lahm, die von einem privaten Unternehmen betrieben werden. Die Kameras selbst seien nicht betroffen, die Software der Instrumente allerdings schon, erklärte die Polizei in einer Stellungnahme. Wie aktiv WannaCry weiterhin ist, zeigt eine Visualisierung von Malwaretech.

Großer Schaden bei Honda

Deutlich größeren Schaden richtete WannaCry Anfang der Woche in Japan an. Einem Bericht von Reuters zufolge gelangte die Ransomware in das interne Netzwerk der Honda-Fabrik in Sayama. Wie eine Sprecherin des Autobauers gegenüber der Nachrichtenagentur erklärte, seien auch zahlreiche weitere Fabriken weltweit, darunter in Nordamerika, Europa und China betroffen. Eine komplette Abschaltung war jedoch offensichtlich nur in Sayama notwendig. Die Fabrik in Japan produziert täglich rund 1000 Fahrzeuge, entsprechend groß ist der finanzielle Schaden durch den Komplettausfall der Anlage. Ein Lösegeld wurde angeblich nicht gezahlt. Anders verhielt sich die Situation beim koreanischen Hosting-Anbieter Nayana. Laut Trend Micro zahlte das Unternehmen eine Million US-Dollar an unbekannte Hacker, die die Server-Infrastruktur mit einer Linux-Version der Ransomware Erebus infizierten. Betroffen waren rund 3500 Webseiten, die aktuell vom Hoster Stück für Stück wiederhergestellt werden. Einfallstor für die Hacker war angeblich veraltete Software./nf

Bild: Screenshot von intel.malwaretech.com

Die besten Angebote bei ebay finden!

News Redaktion
am Donnerstag, 22.06.2017 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert am Uhr





Kommentare


Anzeige