900 Verhaftungen nach Sprengung von Kinderpornografie-Netzwerk im Darknet

Schlag gegen Kinderporno-Plattform im Darknet: 900 Festnahmen

Internationale Fahnder haben erfolgreich ein großes Netzwerk für Kinderpornografie im Darknet ausgehoben. Etwa 370 der insgesamt 900 Verhafteten stammen aus Europa.


296 sexuell missbrauchte Kinder seien identifiziert oder gerettet worden. Die bislang geheim gehaltene Polizeioperation dauerte weiterhin als zwei Jahre.

Es ist der größte Fall in einer Reihe von jüngst bekanntgewordenen Ermittlungserfolgen gegen die Kinderporno-Szene. Erst vor zwei Wochen hatten Europol und Interpol gemeinsam die Festnahme von 38 Personen » darunter ebenfalls Deutsche « gemeldet. Sie hatten über WhatsApp kinderpornografische Bilder ausgetauscht. In den Monaten zuvor waren Fälle in Norwegen & Spanien bekanntgeworden.

Missgeschick ermöglichte die Zugriffe

Anfang dieser Woche waren die drei Hauptverantwortlichen der Internet-Plattform "Playpen" in den USA zu Gefängnisstrafen von bis zu 30 Jahren verurteilt worden, darunter der 58 Jahre alte Schöpfer der Website aus Florida. Playpen ist nach Angaben von Europol eine der weltweit größten Kinderporno-Plattformen mit mehr als 150․000 Nutzern. Federführend für die Aktion war das amerikanische FBI.

Playpen befand sich in einem für viele Nutzer unbekannten Teil des Internet, dem Darknet. Über die Seite konnten Nutzer Zugang zu großen Beständen von Kinderpornos bekommen. Es sei die erfolgreichste Aktion gewesen – die jemals vom FBI gegen Kriminelle im Darknet geführt worden war.

Die Kinderporno-Seite war 2014 gestartet. "Wenig später bemerkten wir es jedoch wir konnten nichts tun", sagte FBI-Special Agent Alfin. Erst im Dezember machte der Gründer einen Fehler und eröffnete den Ermittlern so Zugang zur IP-Adresse die in den USA registriert war. "Den Hinweis bekamen wir von Kollegen aus dem Ausland", sagte Alfin.

Anschließend rollten weltweit die geheimen Ermittlungen unter dem Namen "Operation Pacifier" ("Operation Schnuller") um die Nutzer aufzuspüren. Europol koordinierte dabei die Ermittlungen in Europa.

Zuletzt aktualisiert am Uhr



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