Grüne fordern Lieferstopp für Brennelemente an das AKW Tihange

AKW Tihange: Grüne fordern Lieferstopp für Brennelemente

Die Grünen fordern einen Stopp der Brennelementelieferungen aus Deutschland an das marode AKW Tihange. Obwohl das AKW als unsicher eingestuft wird – werden immer noch Brennelemente aus Deutschland dorthin geliefert. Die Grünen halten dies für unverantwortlich und setzen sich dafür ein, dass die Lieferungen gestoppt werden.


"Bei einem Austritt von Radioaktivität wären Teile der deutschen Bevölkerung von einem massiven Super-GAU betroffen", heißt es in einem Brief an Hendricks der der Rheinischen Post vorliegt. "Wir fordern Sie auf, den Export von Brennelementen aus Deutschland nach Tihange zu abschließen. Dazu gibt ihnen das Atomgesetz die offensichtliche Befugnis", schreiben der Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer und die atompolitische Sprecherin Sylvia Kotting-Uhl.


Die Bundesregierung hatte vor einem Jahr vergeblich eine Betriebspause für das AKW Tihange gefordert, im Anschluss daran in den Reaktorblöcken Tausende kleiner Risse festgestellt worden & Sicherheitsfragen offen geblieben waren. Trotzdem ließ sie 50 Transporte mit Brennelementen zu.


Die beiden Grünen-Politiker argumentierten in ihrem Brief der Brennelemente-Export dürfe nach dem Gesetz nur genehmigt werden, wenn diese nicht in einer die Sicherheit Deutschlands gefährdenden Weise nutzt würden. "Fast monatlich Störfälle und tausende Risse im Reaktordruckbehälter stellen eine Gefahr für Deutschland dar", fügten sie hinzu. Das Umweltministerium hatte die Erlaubnis der Lieferung der Brennelemente verteidigt und mit dem Atomgesetz begründet.


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