
Bereits 2009 warnte Google vor offensichtlichem Missbrauch der DMCA-Löschanträge. Damals ergab die Auswertung der Statistik, dass mehr als die Hälfte der bis dato eingereichten Anträge Versuche von Unternehmen waren, um der Konkurrenz zu schaden. Ein Drittel aller eingereichten Anträge enthalte nicht einmal einen validen Urheberrechts-Einspruch. Dieser Zustand hat sich seitdem keinesfalls zum Besseren gewendet, wie ein aktueller Bericht des Suchmaschinen-Giganten zeigt. Darin heißt es, dass “ein signifikanter Anteil des Anstieges der Löschanträge für Google-Suchergebnisse entweder Duplikate, unnötig oder fehlerhaft sind.”
Viele URLs wurden nicht einmal von Google indiziert
Ein “substanzieller” Anteil der bei Google eingereichten DMCA-Löschanträge betreffe URLs, die nicht einmal von Google indiziert worden seien und entsprechend gar nicht in den Suchergebnissen hätten auftauchen können. Der Top-Einreicher im Januar alleine habe 16.457.433 URLs über das Trusted Copyright Removal Program von Google übermittelt. Eine Überprüfung habe jedoch ergeben, dass 99,97 Prozent der gemeldeten URLs gar nicht im Google-Index vorhanden seien. Tatsächlich seien 99,95 Prozent aller zur Löschung angemerkten URLs im Januar 2017 nicht von Google indiziert worden.
Im Anschluss an die Auswertung der DMCA-Löschanträge kommt Google zu dem Schluss, dass hinter den Einreichungen Bots stehen, die selbstständig URLs generieren – unabhängig von Urheberrechtsansprüchen und tatsächlich vorhandenen Web-Adressen. Der Sinn dahinter? Häufig wird in der Film- und Musikbranche dieser Tage das Ausmaß von Urheberrechtsmissbrauch anhand der eingereichten DMCA-Löscheinträge bei Google beziffert – eine Zahl, die ganz offensichtlich künstlich erhöht wird und keinerlei rechtliche Grundlage hat./nf
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Bild-Quellen:
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News Redaktion
am Freitag, 24.02.2017 15:19 Uhr
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