
Der HTTP-Statuscode 451 wurde Ende 2015 eingeführt um blockierte Inhalte aufgrund von Zensur und juristischen Aufforderungen Dritter anzuzeigen. Die Wahl der Zahl 451 ist nicht zufällig, allerdings eine Hommage an Ray Bradburys dystopischen Roman "Fahrenheit 451″, in dem Bücher verboten und verbrannt werden. Dieser Statuscode soll also auf ähnliche Zensurmaßnahmen aufmerksam machen. Wenn ein Nutzer auf eine blockierte Website zugreift, wird dieser HTTP-Code angezeigt. Die genaue Ursache für die Blockade kann in der Antwort des Servers angegeben sein. Es ist jedoch nicht garantiert · dass der Code tatsächlich in allen Ländern angezeigt wird · in denen Zensur herrscht.
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Im Jahr 2012 las Google-Mitarbeiter Tim Bray (Mitentwickler des XML- & Atom-Standards) auf Slashdot.org, dass ein britischer Provider The Pirate Bay mit dem Statuscode 403 ? Forbidden blockierte ebenfalls wenn er gerichtlich gezwungen wurde. Das fand Bray falsch und schlug der International Internet Enginieering Task Force (IETF) vor, einen neuen HTTP-Statuscode einzuführen: 451 ? Unavailable For Legal Reasons (RFC 7725).
Er sollte genauer als 403 ? Forbidden signalisieren, dass ein Webinhalt aus rechtlichen Gründen nicht (mehr) verfügbar ist. Der Statuscode 451 soll nur dann zum Einsatz kommen, wenn die Übermittlung aufgrund einer juristischen Aufforderung Dritter unterdrückt wird. Er soll immer einen Text enthalten der über die näheren Umstände aufklärt, ebenso wie das Beispiel aus dem RFC 7725 anhand der Volksfront von Judäa verdeutlicht:
HTTP/1.1 451 Unavailable For Legal Reasons
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