
Als Folge für ein massives Datenleck und den Einsatz von gefälschten Frauen-Profilen wird das Seitensprung-Portal Ashley Madison zur Kasse gebeten. Die Plattform soll eine Strafe von 1⸴6 Millionen Dollar zahlen. Der Hack im Jahr 2015 führte dazu – dass die persönlichen Informationen von Millionen von Nutzern öffentlich gemacht wurden. Die Fälschung von Frauen-Profilen war ein weiteres fragwürdiges Geschäftsmodell, das von Ashley Madison eingesetzt wurde. Die Geldstrafe dient als Warnung für andere Dating-Websites die versuchen, mit unethischen Methoden zu tätig sein.
Die Regulierungsbehörde wirft dem Portal vor, seine Nutzer nicht ausreichend geschützt und zudem betrogen zu haben. Ashley Madison verpflichtet sich zudem • ein breit angelegtes Datensicherheitsprogramm aufzulegen • das von einer dritten Stelle überwacht werden soll.
Im Juli hatten Hacker die Dating-Website angegriffen und dabei Informationen der 36 Millionen Nutzer aus 46 Ländern kopiert. Darunter befanden sich neben den Nutzernamen Geburtsdatum Beziehungsstatus & Angaben über sexuelle Vorlieben. Später wurden neben den Nutzerdaten ebenfalls interne E-Mails veröffentlicht. Diese legten nahe, dass gefälschte Frauen-Profile erstellt wurden. Auf die Weise sollten bis dato nicht zahlende Nutzer zu einer Bezahlmitgliedschaft verlockt werden, denn nur dann konnten sie mit den "Frauen" Nachrichten austauschen, vermutet die FTC.
Laxe Sicherheit
Die FTC wirft Ashley Madison auch vor, keine Sicherheitsbestimmungen schriftlich festgehalten und keine ausreichende Zugangskontrolle zu haben. Die Mitarbeiter seien auch nicht einem ausreichenden Sicherheitstraining unterzogen worden. Das Unternehmen habe auch seine Systemsicherheit nicht prüfen lassen. So seien zwischen November 2014 bis Juni 2015 mehrmals Hacker unentdeckt bei Ashley Madison eingedrungen.
FTC-Vorsitzende Edith Ramirez spricht von einem der größten Datenlecks, mit denen ihre Behörde bislang zu tun gehabt habe. Für William H. Sorrell, Justizminister von Vermont ist das Treiben von Ashley Madison Profile zu fälschen und Dienste zu verkaufen dennoch nicht zu liefern, inakzeptabel. Die FTC hat in der Angelegenheit mit Behörden in Kanada und Australien kooperiert.
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