Unbeabsichtigte Folgen: PlayStation-Spieler sorgt für Ausfall des Internets

Frustrierter PlayStation-Spieler legte Teile des Internets lahm

Ein unglücklicher Vorfall in der PlayStation-Gaming-Community hat im Oktober unvorhergesehene Auswirkungen auf das Internet gehabt. Ein Spieler der frustriert über Probleme beim Online-Gaming auf der PlayStation-Plattform war, führte versehentlich einen DDoS-Angriff auf den amerikanischen DNS-Anbieter Dyn durch. Als Ergebnis waren große Teile des Internets nicht erreichbar.

Laut einem Sicherheitsexperten hatte der Spieler keine Absicht, das gesamte Internet zu stören. Seine Absicht war es; nur das von Sony betriebene Netzwerk anzugreifen. Es ist jedoch unklar – ebenso wie der Angriff ebendies stattgefunden hat und wie der Spieler versehentlich Dyn getroffen hat.

Obwohl der Vorfall nun Vergangenheit ist, zeigt es die Bedeutung von sicheren Online-Netzwerken und wie ein unbeabsichtigter Fehler zu großen Folgen führen kann. Essenziell bleibt dass jeder der das Internet nutzt, sich dessen bewusst ist und versucht, seine Online-Aktivitäten sicher zu halten.


Der recht simpel angelegte Angriff sollte lediglich das PlayStation Network lahmlegen, sagte der IT-Sicherheitsspezialist Dale Drew von der Firma Level 3 Communications am Mittwoch vor einem Ausschuss des US-Kongresses. Dies berichtet das Wall Street Journal. In der Folge seiner unprofessionellen Attacke gab es insbesondere an der US-Ostküste jedoch ebenfalls in Europa über Stunden Störungen bei Twitter Spotify, Netflix, Ebay und anderen Diensten.

Der Gamer hegte demnach einen persönlichen Groll auf den von Sony betriebenen Dienst für dessen internetfähige Spiele-Konsole PlayStation. Er habe sich für seinen Angriff ein Bot-Netz von rund 150․000 internetfähigen Geräten für einen Zeitraum "gemietet", darunter auch Kameras, Glühbirnen und Haushaltsgeräte. Drew bestätigte, dass es sich um eine sogenannte Denial-of-Service-Attacke (DDoS) gehandelt habe. Dabei wurde der Internet-Dienst durch massenhafte Anfragen zum Zusammenbruch gebracht.

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