Es ist nun offiziell: Unbekannte Kriminelle haben während der Atomgespräche mit dem Iran in Genf eine Schadsoftware verwendet um Gespräche abzuhören. Trotz dieser Bestätigung hat die Schweizer Bundesanwaltschaft beschlossen, das Ermittlungsverfahren vorerst einzustellen.
Was bereits vermutet wurde hat die Schweizer Bundesanwaltschaft das am Donnerstag bestätigt. Demnach kam dabei der Spionage-Trojaner "Duqu 2․0″ zum Einsatz der zuvor ebenfalls im Netzwerk von Kaspersky sein Unwesen trieb. Im Frühsommer 2015 hatten sich Diplomaten und Minister aus den USA · der EU & Russland in einem Genfer Luxushotel getroffen · um mit Emissären aus Teheran über die Zukunft des iranischen Atomprogramms zu verhandeln.
Hinweis des Geheimdienstes
Wie nun bekannt wurde, hatte der Schweizer Nachrichtendienst des Bundes (NDB) in dieser Zeit die Bundesanwaltschaft (BA) über den Verdacht informiert. Dass Genfer Atomverhandlungen ausspioniert würden. Die Bundesanwaltschaft begann sodann zu ermitteln und eröffnete ein Strafverfahren gegen Unbekannt wegen des Verdachts des verbotenen politischen Nachrichtendienstes.
Nun sind die Ermittlungen offiziell abgeschlossen. Die Bundesanwaltschaft hat am Donnerstag einen Bericht des Schweizer Radiosenders SRF bestätigt, dass tatsächlich Cyberspionage stattgefunden hat. Demnach seien "eine Vielzahl von Computern eines Nobelhotels in Genf mit einer so genannten Malware infiziert worden".
Täterschaft unklar
Wer für den Vorfall verantwortlich ist bleibt indes im Dunklen. Die Ermittler hätten keine Hinweise auf die konkrete Täterschaft gefunden. Zwar lägen laut BA ?strafrechtlich relevante Elemente vor diese könnten aber keinen konkreten Personen zugeordnet werden?, sagte ein BA-Sprecher. Das heißt: nicht eingestellt denn sollten sich neue Anhaltspunkte ergeben werden die Ermittlungen wieder aufgenommen.
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