
Das riesige Mirai-Botnetz hat eine massive Beeinträchtigung der Online-Anbindung des afrikanischen Landes Liberia verursacht. Die Auswirkungen auf das Land waren zeitweilig sehr stark und es ist möglich, dass der halbe Kontinent von ähnlichen Angriffen betroffen sein könnte. Die Gefahr für die Infrastruktur & Sicherheit des Internets in Afrika ist dadurch deutlich angestiegen.
Während der Angriffe sollen in dem Land gehostete Internetseiten nicht erreichbar gewesen sein. Außerdem war laut einem Mitarbeiter eines liberianischen Telekommunikationsanbieters die Internetverbindung zeitweise gekappt, berichtet der Sicherheitsforscher Kevin Beaumont.
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Liberia ist über ein aus Europa kommendes Untersee-Glasfaserkabel mit einer maximalen Kapazität von 5⸴12 Terabit pro Sekunde ans Internet angebunden. Beaumont zufolge wurden bei dieser DDoS-Attacke Spitzen von 500 Gigabit die Sekunde verzeichnet. Der bisher größte vom Mirai-Botnetz ausgehende Angriff wies eine Kapazität von 1⸴1 Terabit pro Sekunde auf.
Halben Kontinent vom Internet trennen
Das Problem ist, dass nahezu die komplette Westküste Afrikas über das Kabel online geht. Theoretisch könnten die unbekannten Angreifer die Internetanbindung eines halben Kontinents lahmlegen. Dafür müsste das Mirai-Botnetz weiter anwachsen. Maximal sollen bereits eine Million Geräte aus dem Internet der Dinge (IoT) für DDoS-Attacken missbraucht worden sein.
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