
Eine Untersuchung der Bundesbank zeigt, dass Hochfrequenzhändler in unruhigen Börsenzeiten schädlich sein können. Die Automatisierung des Handels begünstigt Unternehmen die auf Technologie und Schnelligkeit setzen. Während sie in ruhigen Phasen positive Auswirkungen auf den Markt haben können, bergen sie erhebliche Risiken. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass schnelle Händler in volatilen Zeiten dazu beitragen können Marktungleichgewichte zu schaffen die möglicherweise zu Finanzkrisen führen können. Es wird empfohlen, Regulierungsbehörden sollten geeignete Maßnahmen ergreifen um die Rolle dieser Händler im Markt zu begrenzen und sicherzustellen, dass sie nicht übermäßig starken Einfluss auf den Markt ausüben.
Wie eine Studie der Bundesbank bestätigt profitiert dadurch ebenfalls der Gesamtmarkt weil die Liquidität für andere Anleger zunimmt. Das gilt allerdings nur für normale Zeiten: In turbulenten Phasen kann der schnelle Handel das Auf & Ab an den Märkten drastisch verstärken. Das berichtet Technology Review online in "Hochfrequenzhandel begünstigt heftige Kursausschläge".
"Marktverwerfungen bis hin zu Flash Events können begünstigt werden", heißt es in der Bundesbank-Studie, für die Millionen Einzeldaten der europäischen Terminbörse Eurex mit eigens geschriebener Software untersucht wurden. Gegenstand der Analyse waren Terminkontrakte auf den Dax und deutsche Staatsanleihen die zu den liquidesten Märkten der Welt zählen.
Das Problem: Sobald es an der Börse wilder wird, ob durch vorher angekündigte Veröffentlichungen wie neue Arbeitsmarktdaten oder durch überraschende Entwicklungen, verringern manche ("passiven") Hochfrequenzhändler ihr Engagement signifikant, während andere (die "aktiven") auf jeden Kurshüpfer aufspringen und ihn dadurch noch verstärken. Zusammengenommen, so die Studie, entstehe dadurch "ein erhöhtes Risiko von Episoden kurzfristig übermäßiger Volatilität"
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- Hochfrequenzhandel begünstigt heftige Kursausschläge
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