
Der massive DDoS-Angriff, der am vergangenen Freitag, den 21. Oktober, viele Dienste wie Amazon, Twitter und das Playstation Network lahmlegte, wurde mit Hilfe des Internets der Dinge ausgeführt.
Pornhub bleibt trotz DDoS-Attacke erreichbar
Experten haben inzwischen festgestellt, dass die vielen vernetzten Geräte wie Festplattenrekorder und Kameras für ein gewaltiges Bot-Netzwerk missbraucht wurden. Diese Geräte sind meist nicht gut geschützt, weil niemand damit rechnet, dass sie gehackt werden könnten. Damit stellen sie das ideale Angriffsziel für Hacker dar, die die Geräte dann in ein Botnetz integrieren, über das immer stärkere DDoS-Attacken ausgeführt werden können.
Eine solche betraf vergangenen Freitag vor allem den Internet-Dienstleister Dyn, den viele Unternehmen wie die oben genannten als DNS-Dienst (Domain Name System) nutzen. Dyn stellt dabei einen zentralen Routingknoten dar, auf den sich die Firmen - im meisten Fall ohne Ausweichdienst - verlassen. Wird der Knoten angegriffen, dann hat das fatale Auswirkungen für alle, die daran angebunden sind. Wie beispielsweise ein großes Rechenzentrum von Amazon an der Ostküste der USA.
Überraschenderweise waren Pornoportale wie Pornhub nicht vom Angriff betroffen. Denn dort haben die Betreiber schnell gelernt, dass es keine besonders gute Idee ist, sich auf nur einen DNS-Anbieter zu verlassen. Selbst, wenn einer ausfällt, bleiben noch die anderen, über die die Kunden die Webseite erreichen können. Vielleicht ist die Seite dann nicht mehr so schnell, aber immerhin noch erreichbar. Gerade für so große Unternehmen wie Amazon oder Sony ist es vermutlich unangenehm zu sehen, dass ausgerechnet die Pornoindustrie hier die Nase vorn hat. Offenbar haben einige Firmen immerhin etwas daraus gelernt und kündigten an, jetzt auf mehrere DNS-Dienste auszuweichen. /ab
Bild-Quellen:
Pornhub
News Redaktion
am Dienstag, 25.10.2016 15:57 Uhr
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