
Am vergangenen Freitag, dem 21. Oktober, waren viele Websites und Dienste, darunter Amazon, das Playstation Network, Twitter und Slack, nicht oder nur sehr schwer erreichbar. Dies lag an einem groß angelegten DDoS-Angriff, der über mehrere Stunden anhielt.
Gewaltiger DDoS-Angriff legte viele Dienste lahm
Besonders betroffen war der große Webhoster Dyn, über welchen Unternehmen wie Twitter, Visa und Netflix ihre Online-Dienste anbieten. Es wurden gezielt derartige Webhoster angegriffen, da es den Angreifern so möglich war, die vielen Diensten zugrunde ligende Infrastruktur lahmzulegen. Es war also möglich, mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Die Angriffe richteten sich vor allem auf die West- und Ostküste der USA, doch auch hierzulande waren die Auswirkungen zu spüren.
Die DDoS-Attacke fand in mehreren Wellen statt. Die Unternehmen konnten sich gegen eine Welle zur Wehr setzen, wiegten sich in Sicherheit und wurden prompt von einer weiteren Welle erfasst und erneut lahmgelegt. Immer mehr Unternehmen fielen dem Angriff zum Opfer, sodass sich in den USA sogar Homeland Security einschaltete.
Die Behörde nahm die Ermittlungen auf. Experten stellen sich aktuell die Frage, ob diese Attacke, so schwerwiegend sie auch war, nur ein Test gewesen sein könnte. Eine noch viel größere Attacke könnte folgen und die Experten glauben, dass dieses Szenario gar nicht so unwahrscheinlich ist. Die Ermittlungen werden zudem in Richtung des großen Mirai-Botnetzwerks betrieben, da von diesem Netzwerk aus immer wieder sehr große Angriffe gegen Bezahlung ausgeführt werden.
Der Journalist Brian Krebs, der vor kurzem selbst Opfer eines DDoS-Angriffs wurde, berichtet, dass er sowie zahlreiche andere Blogger in den vergangenen Tagen Drohmails bekommen hätten. Darin hätte es geheißen, man solle Bitcoins zahlen, wenn es nicht zu noch mehr DDoS-Attacken kommen soll. /ab
Bild-Quellen:
IVAN DAVID GOMEZ ARCE / FLICKR
News Redaktion
am Montag, 24.10.2016 15:35 Uhr
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