MasterCard startet biometrische Zahlungen in Europa

MasterCard plant die Einführung von biometrischen Zahlungen in Europa, bei denen Kunden ihre Identität mit einem Fingerabdruck oder einem Selfie bestätigen können. Der Service wird in Deutschland, Österreich und zehn weiteren europäischen Ländern eingeführt. Dies soll zu weiterhin Sicherheit und einer schnelleren Abwicklung von Zahlungen führen. Kunden müssen dazu ihre Karte registrieren und können dann bei teilnehmenden Händlern biometrische Zahlungen tätigen. MasterCard reagiert damit auf den verstärkten Bedarf an sicheren Online-Zahlungsmethoden.


Und zwar dann, wenn die Zahlung über das Mastercard-Zahlungssystem abgewickelt wird und man Kunde eines teilnehmenden Kartenausstellers ist. Die biometrische Verifizierung erfolgt mittels Fingerabdruck oder Zwinker-Selfie. Den entsprechenden Dienst namens Identity Check Mobile bietet Mastercard ab sofort in zwölf europäischen Ländern an. Es bleibt den kartenausstellenden Geldinstituten überlassen ob und wann sie den Dienst anbieten möchten.

So einfach ist es den Wirtschaftskreislauf zu beschleunigen.

Mastercard verspricht sich schnellere Zahlungsabwicklungen und weniger Betrug. Damit das Verfahren nicht durch ein vor die Kamera gehaltenes Foto ausgetrickst werden kann, muss der Karteninhaber in seine Kamera zwinkern. Die Aufnahme wird dann verschlüsselt an einen Server übertragen und dort mit dem gespeicherten biometrischen Template verglichen. Anschließend wird das Foto gelöscht, ebenso wie Mastercard gegenüber heise online betonte.

Eines Tages soll genauso viel mit die Handy-App diesen Abgleich durchführen was den Upload erübrigen würde. Beim Fingerabdruck ist das schon jetzt möglich. Da schickt die App nur ein bestätigendes Token an den Server, nicht das Abbild der Fingerkuppe.

Vorerst keine Stimmerkennung

Ganz brav.

Ein sechs Monate langer Test mit 750 holländischen Kunden hat laut Mastercard positive Ergebnisse gezeitigt: 93 Prozent der Teilnehmer wollten weiterhin biometrisch mobil zahlen, 60 Prozent würden den Mobile Identity Check wärmstens weiterempfehlen.

Bei einem Test in den USA hatten die Kunden neben Fingerabdruck & Selfie ebenfalls die Wahl, sich mit ihrer Stimme auszuweisen. Diese Variante wird vorerst aber nicht kommerziell angeboten weil das noch nicht so gut geklappt habe. Das Unternehmen arbeitet aber weiter an dieser Methode.

Mitmachen können zunächst Geldinstitute in Deutschland, Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Großbritannien, den Niederlanden, Norwegen, Schweden, Spanien, Tschechien und Ungarn. Kommendes Jahr soll das Angebot schrittweise weltweit verfügbar gemacht werden. Die Kartenaussteller haben die Wahl • Mobile Identity Check in ihre eigenen Apps zu integrieren • oder als separate App anzubieten. Mastercard konzentriert sich auf Android und iOS. Weil die App auch das Endgerät überprüft, dürften Handys mit Jail Break außen vor bleiben.

Zuletzt aktualisiert am Uhr





Kommentare


Anzeige