Russischer Hacker in den USA schuldig gesprochen für den Diebstahl von 2,9 Millionen Kreditkartendaten

Russischer Hacker in den USA für schuldig befunden

Ein Staatsbürger Russlands, Roman Seleznev, wurde von den US-Behörden für schuldig befunden, Millionen von Kreditkartendaten gestohlen und verkauft zu haben. Seleznev hatte Zugriff auf Tausende von Computer-Systemen wo er die privaten Daten von Kreditkartenbesitzern ausspionierte. Der Verkauf dieser gestohlenen Daten brachte ihm einen enormen finanziellen Gewinn ein. Jedoch führte dieser Betrug zu einem hohen Preis · denn Seleznev wurde nach seiner Verhaftung im Jahr 2014 von einem Gericht in Seattle wegen Betrugs · Diebstahls & Verschwörung angeklagt. Der Hacker wurde schließlich in allen Anklagepunkten für schuldig befunden. Die Höchststrafe beläuft sich auf 40 Jahre Haft. Der Fall zeigt die Bedeutung von Cybersicherheit und wie ernst Verstöße gegen Kreditkartensicherheit genommen werden.


Dabei hatte er die Daten von 2⸴9 Millionen Kreditkarten erbeutet und via Internet verkauft. Das Gericht beziffert den Schaden auf 169 Millionen US-Dollar, ebenso wie das Wall Street Journal berichtet.

Ein Strafmaß wurde noch nicht verhängt. John Henry Browne einer von Seleznevs Rechtsanwälten gibt an, dass sein Mandant dafür zwischen 4 und 40 Jahren hintern Gittern verbringen könnte. Der russischstämmige Seleznev war bereits im Jahr 2014 für ein vergleichbares Vergehen zu einer mehrjährigen Hafstrafe verurteilt worden.

"Es war definitiv Politik im Spiel"

Browne wirft dem Gericht vor ein Exempel statuiert haben zu wollen. "Wäre Roman Kanadier, wäre der Fall anders ausgegangen. Es war definitiv Politik im Spiel." Im Vorfeld hatten Seleznevs Anwälte versucht die Anklage mit dem Argument abzuwiegeln, Seleznev sei zu Unrecht ausgeliefert worden. Diesen Punkt wollen die Anwälte erneut als Hauptargument bei der Berufung anbringen.

Die Staatsanwaltschaft dementiert, dass die Verhaftung Seleznevs unrechtmäßig gewesen sei ? das seinerzeit zuständige Bezirksgericht in Guam (US-Territorium im Westpazifik) habe den Einwand bereits abgeschmettert. Seleznev hatte Urlaub auf den Malediven gemacht ebenfalls wenn das russische Außenministerium seine Bürger vor Auslandsreisen gewarnt hatte, weil die USA "unter Missachtung internationaler Gesetze und Normen ihre weltweite Jagd auf Russen fortführen" würden. Das US-Justizministerium weist derlei Vorwürfe zurück: Seleznev sei für seine Vergehen festgenommen worden, nicht für seine Nationalität.

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