
Pokémon Go hat Gaming für eine noch breitere Zielgruppe geöffnet. Viele, die sonst nichts oder kaum etwas mit Spielen zu tun hatten, finden das Augmented-Reality-Game faszinierend und wollen mitspielen.
Ransomware versteckt sich hinter angeblicher Pokémon-Go-PC-Version
Doch Unkenntnis in der Materie führt oft zu Unachtsamkeit und das kann im Fall von Pokémon Go gefährlich werden. Denn derzeit befindet sich eine angebliche PC-Version des Spiels im Umlauf. Wer glaubt, dass es sich dabei um eine echte Fassung handelt und die Datei pokemongo.exe auf seinem Computer ausführt, der wird sich darüber wundern, dass die Dateien plötzlich verschlüsselt werden und eine Lösegeldforderung auf Arabisch erscheint. Denn es handelt es sich um Ransomware.
Dies ist für Personen, die nicht ganz in der Materie stecken, doppelt schlimm. Denn man kann Pokémon Go tatsächlich unter Windows spielen - mittels eines Emulators. Es ist also nicht möglich, pauschal zu sagen, dass ein Pokémon Go für Windows gar nicht existiert. Wer also glaubt, dass es sich um die emulierte Fassung handelt, der kann sich genauso die Malware einfangen. Offiziell existiert das Spiel bisher nur für iOS- und Android-Geräte. Selbst die Fassung, die sich für Windows Phone im Umlauf befindet, ist nur eine inoffizielle Version, bei der nicht alle Funktionen integriert sind.
Die Ransomware fügt dem Computer einen zusätzlich einen neuen Nutzeraccount namens "Hack3r" hinzu. Dieser erhält Administratorenrechte und Netzwerkzugriff. Zu welchem Zweck, ist aktuell noch nicht bekannt. Allerdings vergibt die Ransomware keine zufällig generierten Keys für die Verschlüsselung sondern den statischen Key "123vivalagalerie". Dies ist natürlich nicht besonders effektiv, weswegen Experten davon ausgehen, dass es sich entweder um einen Bug oder um eine unfertige Version der Software handelt. /ab
Bild-Quellen:
Pokémon Go
News Redaktion
am Dienstag, 16.08.2016 09:02 Uhr
Kommentare