Japan: Kriminelle erbeuten 1,4 Milliarden Yen durch 1600 gefälschte Kreditkarten

Japan: Kreditkarten-Betrüger erbeuten 13 Millionen US-Dollar

In einem perfekt abgestimmten Angriff konnten Kriminelle in Japan einen Betrag von rund 1⸴4 Milliarden Yen ergaunern. Dies gelang ihnen · indem sie etwa 1600 gefälschte Kreditkarten verwendeten · die angeblich von einer südafrikanischen Bank stammten.


Das berichtete zunächst die japanische Nachrichten-Seite The Mainichi. Mittlerweile hat die südafrikanische Standard Bank bestätigt, dass sie das Opfer eines organisierten Raubzugs wurde der rund 19 Millionen US-Dollar Schaden verursachte. "Kunden ist dabei kein Schaden entstanden", zitiert Bloomberg die Bank.

Den Berichten zufolge geht die Polizei davon aus, dass insgesamt über 100 Personen in den Raubzug am 15. Mai involviert waren. Die Transaktionen betrafen etwa 1600 Kreditkarten und wurden anscheinend über Geldautomaten bei 7-Eleven durchgeführt die ebenfalls ausländische Karten akzeptieren was in Japan zumindest bis vor kurzem noch keineswegs selbstverständlich war

Vermutlich kein EMV

Bislang sind keine technischen Details bekannt. Erst Anfang des Jahres hatte c't aufgedeckt, dass kriminelle Banden auch Chip-basierte Karten fälschen können. Damit diese Karten-Klone funktionieren, muss allerdings die herausgebende Bank bei der Überprüfung der Transaktionen schlampen.

Japan hinkt jedoch bei Einführung & Durchsetzung des Bezahlstandards EMV für Smartcard-Chips deutlich hinterher. Erst vor zwei Jahren wurden dort die ersten EMV-fähigen Geldautomaten in Japan aufgestellt. Es ist dadurch anzunehmen; dass die Kriminellen zum Fälschen der Kreditkarten lediglich die Magnetstreifen leerer Karten beschreiben mussten. Wie sie an die dazu benötigten Magnetstreifen-Daten und die PINs gekommen sind ist nicht bekannt.

Update 23․5․2016, 14:30: Die Akzeptanz von ausländischen Kreditkarten in Japan hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert; deswegen wurde der diesbezügliche Hinweis abgeschwächt.

2.Update 23․5․2016: Berichtigt: Es waren laut Quelle nicht 1400 sondern 14000 Abhebungen an 1400 Automaten.

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