Deutsche Regierung unterstützt IANA-Deal

Bundeswirtschaftsministerium signalisiert Zustimmung zum IANA-Deal

Die deutsche Regierung steht hinter den geplanten Reformen zur Übergabe der Internet Assigned Numbers Authority (IANA) an die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) und signalisiert ihre Zustimmung.


In einer kurzen Stellungnahme des Bundeswirtschaftsministeriums nennt sie den ab heute in Marrakesch diskutierten Kompromissvorschlag "zustimmungsfähig".

Argentinien, Brasilien, Russland, Frankreich und 12 weitere Staaten hatten Ende Februar Beschränkungen der Mitentscheiderrolle der Regierungen innerhalb der ICANN abgelehnt. In Berlin kann man mit dem von einer Arbeitsgruppe ausgehandelten Kompromiss leben. Das Vorschlagspaket fordere allen Seiten Zugeständnisse ab, heißt es in der Stellungnahme gegenüber heise online.

Weitere Einsprüche könnten die Übergabe noch in der Amtszeit des US-Präsidenten Barack Obama gefährden. Das Bundeswirtschaftsminiterium mahnt mit Blick auf das Timing: "Der von der US-Verwaltung vorgestellte Zeitplan kann dann eingehalten werden, wenn die Community-Vorschläge hierzu bis zum Ende des ICANN-Treffens in Marrakesch angenommen und an die US-Verwaltung übergeben werden."

Zustimmen müssen neben dem Regierungsbeirat ebenfalls noch die Gremien für generische Top Level Domains und für Länderdomains und auch der aus zivilgesellschaftlichen Organisationen gebildete Nutzerbeirat. Die IP-Adressverwalter haben trotz eines eigenen Sondervotums schon zugestimmt, ähnelt der Security-Beirat der ICANN.

Zuletzt aktualisiert am Uhr





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