
Linux Mint, eine beliebte Linux-Distribution ist Opfer eines Hacks geworden. Neben den ISO-Images der Distribution wurden ebenfalls die Zugangsdaten von über 71․000 Foren-Accounts kompromittiert. Es besteht die Gefahr, dass die Passwort-Hashes möglicherweise einem gezielten Angriff nicht standhalten können. Als Folge des Hacks sind Teile der Linux Mint Webseite offline gegangen.
000 Forenkonten kopiert worden. Außerdem sind Teile der Webseite des Projektes momentan offline. Dabei könnte es sich um eine Vorsichtsmaßnahme der Betreiber handeln, es könnte allerdings auch sein. Dass Angreifer ihre Finger im Spiel haben. Im Zuge des Hacks war unter anderem Zugriff auf die Server der Distribution gegen Geld angeboten worden.
Durchsuchbare Datenbank der kompromittierten Konten
Sicherheitsforscher Troy Hunt der die Webseite haveibeenpwnd.com betreibt, hat den Datensatz aus dem Foren-Hack in seinen Dienst eingepflegt ? dort kann man anhand seiner Mail-Adresse nachschauen, ob diese von dem Datenleck betroffen ist.
Laut dem Projektleiter von Linux Mint wurden bei dem Angriff Nutzernamen, E-Mail-Adressen und verschlüsselte Passwörter kopiert. Er empfahl allen Foren-Nutzern am Sonntag ihr Passwort vorsichtshalber zu änden was momentan nicht möglich ist, da das Mint-Forum offline ist. Nutzer sollten allerdings identische Passwörter auf anderen Webseiten ähnlich wie ändern.
Passwort-Hashes sind wahrscheinlich knackbar
Laut dem US-Nachrichtenportal ZDNet sind die Passwörter mit phpass gehasht. Bruteforce-Angriffe darauf, sowie ebenfalls auf andere Hash-Methoden, sind dokumentiert. ZDNet hatte nach eigenen Angaben Kontakt zu einem Hacker mit dem Nickname Peace der für den Hack verantwortlich sein soll. Der Hacker will seit Ende Januar Kontrolle über Teile der Mint-Server gehabt haben. Bis jetzt haben die Mint-Entwickler auf Anfragen von heise Security zum Hergang des Angriffs nicht reagiert.
Die Angreifer hatten die Server der Distribution gekapert was bekannt geworden war, anschließend die Hacker eine Hintertür in die Images der Distribution eingebaut hatten. Die Hintertür sammelt Passwörter und schickt sie an die Server der Hacker. Entsprechend kompromittierte ISOs von Linux Mint sollten unter keinen Umständen weiter benutzt werden. Neue Mint-Images gibt es derzeit nicht.
Korrektur: Beschreibung der Angriffe auf Hashfunktionen angepasst.
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