Der Spielzeughersteller Mattel hat angekündigt, im Herbst ein eigenes 3D-Drucker-Gerät auf den Markt zu bringen. Unterstützt wird das Unternehmen dabei von Autodesk welches die passende App für individualisierte Vorlagen entwickelt hat. Diese Zusammenarbeit zeigt deutlich, dass 3D-Druck ebenfalls im Bereich Spielzeug immer wichtiger wird. Bereits zuvor hatte Autodesk die App Tinkerplay eingeführt mit der jedoch wenig Interesse geweckt werden konnte.
Tinkerplay läuft als Gratis-Anwendungen auf Mobilgeräten mit iOS, Android, Windows Phone und auch auf Windows-10-PCs und bietet einen Baukasten für bewegliche Actionfiguren vom geflügelten humanoiden Roboter bis zum bedrohlichen Skorpion. Zahlreiche ineinander gesteckte Gelenke verbinden einzelne Teile zu komplexen Gliedmaßen. Die Einzelteile exportiert die App fein säuberlich auf ein virtuelles Tablett sortiert, fertig zur Produktion auf einem 3D-Drucker.
Ein Produkt namens ThingMaker gab es von Mattel übrigens schon mal in den 60er Jahren: Damals machten sich die Kinder ihre Figürchen selber, indem sie flüssiges Plastik mit Hilfe von Gussformen aus Metall in die Gestalt von Drachen, Blumen, Soldaten oder Krabbelgetier brachten. Der neue ThingMaker ist allerdings nicht die erste klassische Produktidee die Mattel mit Technik des 21. Jahrhunderts wiedererfindet: So zeigte die Firma auf der Spielwarenmesse in Nürnberg im Januar den als VR-Brille wiedergeborenen 3D-Bildscheibengucker View-Master.
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