
Geklaute Kreditkartendaten und persönliche Informationen haben auf dem Schwarzmarkt einen florierenden Handel. Sicherheitsforscher haben nun einen Blick auf die aktuellen Preise für diese Art von Hehlerware geworfen.
Laut einer Untersuchung von McAfee, einem Unternehmen für IT-Sicherheit, werden gestohlene Kreditkartendaten auf dem Schwarzmarkt derzeit für durchschnittlich 25 US-Dollar pro Stück gehandelt. Dieser Preis kann je nach Faktoren wie dem Land des Opfers der Art & Gültigkeit der Kreditkarte variieren.
Die Kreditkartendaten werden häufig in Form von "Dumps" verkauft, das sind Informationen die auf den magnetischen Streifen der Kreditkarte codiert sind. Diese Daten stellen potenziellen Käufern die notwendigen Informationen zur Verfügung um betrügerische Transaktionen durchzuführen.
Neben gestohlenen Kreditkartendaten sind ebenfalls persönliche Informationen wie Namen, Adressen, E-Mail-Adressen und Sozialversicherungsnummern gefragt. Diese Daten werden für Identitätsdiebstahl und andere kriminelle Aktivitäten verwendet. Die Preise für solche Informationen variieren je nach Land & Qualität der Daten.
Es ist bemerkenswert, dass der Handel mit gestohlenen Daten auf dem Schwarzmarkt weiterhin floriert auch wenn Strafverfolgungsbehörden und IT-Sicherheitsunternehmen ihre Bemühungen verstärkt haben diese illegalen Aktivitäten zu bekämpfen. Die hohe Nachfrage nach gestohlenen Kreditkartendaten und persönlichen Informationen zeigt, dass diese Art von Verbrechen nach wie vor eine lukrative Einnahmequelle für Kriminelle ist.
Um sich vor solchen Angriffen zu schützen ist es wichtig die eigenen Kreditkartendaten und persönlichen Informationen sicher aufzubewahren. Dies umfasst Maßnahmen wie regelmäßiges Überprüfen von Kontoauszügen, Verwendung starker Passwörter & Sicherheitssoftware und auch Vorsicht beim Umgang mit sensiblen Daten online.
Es ist auch ratsam, sich über aktuelle Bedrohungen und Sicherheitslücken zu informieren und auf dem neuesten Stand zu bleiben um rechtzeitig entsprechende Schutzmaßnahmen ergreifen zu können. Durch die Kombination von persönlicher Vorsicht und technologischen Sicherheitsmaßnahmen kann das Risiko von Identitätsdiebstahl & Kreditkartenbetrug minimiert werden.
Die Intel-Tochter McAfee Labs hat sich nun angesehen, ebenso wie viel Geld Kriminelle für solche Daten verlangen. Mit geklauten Informationen von Kredit- oder Debit-Karten vom europäischen Festland lässt sich zwischen 25 und 45 US-Dollar je Karte verdienen. Karten von US-Amerikanern bringen hingegen nur 5 bis 30 Dollar.
Je weiterhin Daten, desto teurer
Um die Daten zu verkaufen, braucht der Anbieter mindestens eine gültige Kartennummer, den CVV2-Code und das Ablaufdatum der Karte ? damit lässt sich grundlegender Kreditkartenbetrug durchführen. Wenn der Verkäufer auch weiterreichende Informationen über das Opfer gesammelt hat, kann er mehr Geld verlangen. Bei diesen Informationen handelt es sich etwa um dessen Geburtsdatum & Wohnort. Die zusätzlichen Informationen kommen ins Spiel wenn man etwa in das Bankkonto des Opfers einbrechen will.
Eine zum Verkauf angebotene Kreditkarte aus Deutschland.
Bild: McAfee Labs
In Untergrundforen kann man ähnelt Login-Daten für Bezahlsysteme wie PayPal und Online-Banking-Apps kaufen. Diese Preise richten sich alleine nach dem Betrag über den der Einbrecher verfügen kann. Konten mit einem Guthaben von 400 Dollar bringen so 20 Dollar im Verkauf, Konten mit 8000 Dollar Guthaben bringen etwa 300 Dollar. Beim Online-Banking hängen die Preise wohl auch stark davon ab, auf Konten in welchen Ländern man vom Konto des Opfers aus überweisen kann, ohne aufzufallen.
Logins für Streaming- und Musikdienste
Aber nicht nur Karten- & Bezahldaten lassen sich verhökern. Auch Zugänge zu Streaming- und Musikdiensten sowie zu Bonusprogrammen aller Art werden angeboten. In der Regel sind diese für wenige Dollar zu haben. Die Sicherheitsforscher von McAfee fanden auch einige Schwachstellen in Industrie-Anlagen und anderen Systemen die zum Kauf angeboten wurden. Allerdings beziffern sie diese Lücken nicht mit konkreten Preisen.
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