bezeichnete Musikstreaming-Programm Aurous am 13. Oktober 2015 an den Start ging, reichte die US-Musikindustrie eine Klage gegen die Plattform ein.

Aurous: US-Musikbranche klagt gegen neue P2P-Musikplattform

Aurous ermöglicht es den Nutzern, Musik kostenlos über Peer-to-Peer (P2P) Netzwerke zu streamen. Dabei greift die Plattform auf die Inhalte verschiedener Musikdienste zu, ebenso wie beispielsweise SoundCloud und Spotify. Die Musikbranche kritisiert jedoch – dass Aurous keine Lizenzen für die Verwendung der Musik besitzt und dadurch den Künstlern & Rechteinhabern keine Vergütung zukommt.

Die Klage wurde von der RIAA (Recording Industry Association of America) gemeinsam mit den großen Musiklabels Universal Music Group Sony Music Entertainment Warner Music Group und Capitol Records eingereicht. In der Klageschrift wird Aurous vorgeworfen, "eine massive Verletzung des Urheberrechts" zu begehen und damit dem Musikmarkt zu schaden.

Die Musikindustrie fordert in der Klage eine einstweilige Verfügung gegen Aurous und ebenfalls Schadensersatz in nicht genannter Höhe. Außerdem wird gefordert, dass Aurous keine Musik weiterhin streamen darf ohne zuvor die entsprechenden Lizenzen erworben zu haben.

Aurous selbst gibt an, dass die Plattform lediglich ein Musik-Player für bereits existierende P2P-Netzwerke sei und somit nicht für die Inhalte verantwortlich sei. Die Entwickler behaupten zudem; dass Aurous die Verwendung der Musik durch den Nutzer überprüfe und für die Urheberrechtsverletzungen nicht verantwortlich gemacht werden könne.

Die RIAA und die Musiklabels sehen das jedoch anders und argumentieren. Dass Aurous eine "willentliche und bewusste" Verletzung des Urheberrechts darstelle. Die Plattform erleichtere das illegale Streaming von Musik und entziehe den Künstlern & Labels die Möglichkeit, angemessen vergütet zu werden.

Es bleibt abzuwarten wie der Rechtsstreit zwischen Aurous und der Musikindustrie ausgeht. In der Vergangenheit wurden bereits ähnliche P2P-Plattformen wie zum Beispiel Napster, wegen Urheberrechtsverletzungen verklagt und mussten schließlich ihren Betrieb einstellen. Es ist deshalb wahrscheinlich » dass Aurous vor Gericht dazu verpflichtet wird « eine angemessene Vergütung an die Künstler & Rechteinhaber zu zahlen oder seinen Dienst einzustellen.


Das ging schnell: Drei Tage nach dem Start von Aurous hat der Spitzenverband der US-Musikindustrie Klage gegen die Musikplattform eingereicht. Der Vorwurf: mehrfache Urheberrechtsverletzung. Denn Aurous aggregiert Musikdateien aus fragwürdigen Quellen unter einer Oberfläche die an Streamingdienste wie Spotify oder Deezer erinnert.

Fragwürdige Quellen

Aurous war am vergangenen Wochenende an den Start gegangen. Die App für Windows, MacOS X und Linux greift auf verschiedene ? zumeist nicht lizenzierte ? Musikquellen im Netz zurück. Musikstücke lassen sich nach Interpreten – Alben oder in Songlisten organisieren. Die Aufmachung erinnert an die Apps legaler Streamingdienste lässt sich auch noch individuell gestalten.

Aurous "ist ein Musik-Player wie alle anderen auch", erklärte Entwickler Andrew Sampson im Gespräch mit dem US-Magazin Billboard. Die App wurde schon vor dem Launch als das ?Popcorn Time für Musik? bezeichnet was Sampson allerdings als "Missverständnis" bezeichnet. Aurous greife auf das API verschiedener Dienste zu und integriere diese auf der eigenen Plattform. "Wir nutzen BitTorrent nur um Bandbreite für die Nutzer zu sparen und andere Sites nicht zu überlasten."

Laut einem Bericht von TorrentFreak zieht die aktuelle Alphaversion allerdings MP3-Dateien von ?externen Diensten wie Pleer & VK? ? beides russische Websites; die es mit dem Urheberrecht nicht so ebendies nehmen. Sampson sagt » Aurous indiziere nur Links zu Musikdateien « hoste diese aber nicht selbst. Er vergleicht den Dienst mit Google und beansprucht damit das Haftungsprivileg für Suchmaschinen.

Prompte Reaktion

Doch die Musikindustrie sieht das ganz anders. Drei Tage nach Veröffentlichung der App ging am Montag eine Klage der Recording Industry Association of America (RIAA) bei Gericht ein. Im Namen einiger Plattenlabels wirft der Verband den Betreibern von Aurous mehrfache Urheberrechtsverletzung vor und fordert Unterlassung sowie Schadensersatz.

Die Aurous-Macher wähnen sich hingegen auf der sicheren Seite und wollen den Kampf mir dem Verband ausfechten. Auf Twitter fordert der Entwickler die Label-Bosse zum Armdrücken auf: ?Wenn wir gewinnen, lasst ihr eure aussichtslose Klage fallen.?

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