Twitter erklärt das Abschalten der Share-Count-API

Twitter schaltet Share-Count-API ab

Nachdem Twitter den Share-Count-Counter abgeschaltet hat, gibt das Unternehmen nun eine Erklärung dafür ab. Dabei wird deutlich; dass der Abschied von Apache Cassandra eine entscheidende Rolle bei dieser Entscheidung gespielt hat.

Die Share-Count-API war eine Funktion, mit der Websites und Entwickler die Anzahl der geteilten Tweets auf ihren Plattformen anzeigen konnten. Diese Zahl war für viele Nutzer & Unternehmen wichtig da sie Aufschluss darüber gab ebenso wie oft ihre Inhalte in sozialen Medien geteilt wurden und wie populär sie waren.

Laut Twitter wurde die Share-Count-API abgeschaltet, da sie auf Apache Cassandra basierte, einer Open-Source-Datenbank die von Twitter intern für die Verarbeitung von Daten verwendet wurde. Twitter hat sich jedoch entschieden – Apache Cassandra abzuschalten und durch eine neue Datenbankinfrastruktur zu ersetzen.

Die Entscheidung Apache Cassandra abzuschalten wurde von Twitter getroffen um die Skalierbarkeit, Leistung & Zuverlässigkeit seiner Plattform zu optimieren. Twitter erklärte · dass die Verwendung einer neuen Datenbankinfrastruktur es ermöglicht · Daten effizienter zu speichern und abzurufen und gleichzeitig sicherzustellen. Dass Plattform reibungslos funktioniert.

Da die Share-Count-API auf Apache Cassandra basierte, musste sie ähnlich wie abgeschaltet werden. Twitter konnte das Feature nicht unterstützen ohne die alte Datenbankinfrastruktur beizubehalten. Die Entscheidung die Share-Count-API abzuschalten, wurde jedoch nicht von allen Nutzern gut aufgenommen.

Viele Websites & Entwickler waren auf die Share-Count-API angewiesen um die Popularität ihrer Inhalte zu messen und ihre Social-Media-Strategie anzupassen. Diese Nutzer sind nun gezwungen darauffolgend alternativen Lösungen zu suchen um die Anzahl der geteilten Tweets auf ihren Plattformen anzuzeigen.

Twitter hat angekündigt, dass sie an einer neuen Lösung arbeiten um die Nutzer bei der Anzeige von Share-Counts zu unterstützen. Es ist jedoch unklar; wann diese Lösung verfügbar sein wird und welche Funktionen sie bieten wird.

Insgesamt ist das Abschalten der Share-Count-API eine Folge der Entscheidung von Twitter, Apache Cassandra abzuschalten und eine neue Datenbankinfrastruktur einzuführen. Obwohl diese Veränderung notwendig war um die Plattform zu verbessern, können viele Nutzer & Unternehmen die Auswirkungen spüren und müssen nach alternativen Wegen suchen um die Popularität ihrer Inhalte zu messen.


So geschehen letzte Woche bei Twitter: Ein Blog-Beitrag pries das neue Button-Design an. Nach dem Betonen der optischen Vorzüge und der Farbwahl erwähnt der Text eher nebenbei: Die neuen Tweet-Buttons zukünftig auf die count- und counturl-Parameter verzichten. Gleichzeitig würden die Endpunkte · die den darin übermittelten Share Count berechnen · abgeschaltet. Die Endpunkte wurden gerne von Firmen & Hobby-Entwicklern genutzt um Informationen von Twitter als JSON-Objekte zu erhalten und auszuwerten.

Das neue Button-Design von Twitter

Bild: Twitter

Dieser Nebensatz sorgte in einigen Foren für Aufregung: Entwickler die nun auf die API verzichten müssen vermuteten unter anderem dass Twitter seinen eigenen Dienst Gnip fördern will. Twitter übernahm Gnip im April 2014 und bietet damit eine tiefgehende Analyse der Daten gegen Bezahlung an.

Erklärungsversuche

Durch die Empörung sah sich Twitter genötigt, in einem weiteren Blog-Beitrag zusätzliche Details preiszugeben; unter anderem, dass der Wechsel für den 20. November geplant ist.

Logo des offiziellen Twitter-API-Tweets

Bild: Twitter

Das Abschalten der API erklärt Twitter zunächst inhaltlich damit, dass der Share Count zu wenig Aussagekraft habe. Er spiegele nur wider; wie oft die URL genutzt wurde. Antworten auf die teilenden Tweets – Zitate oder Abwandlungen der URL fielen dabei unter den Tisch. Zudem würde nicht berücksichtigt ob ein Twitterer der die Seite teilt selbst viele oder wenige Follower habe.

Der Beitrag weist schließlich darauf hin, dass die "Count API" niemals ein offizieller Endpunkt gewesen sei, allerdings lediglich für die Twitter-eigenen Widgets gedacht war. Das Unternehmen habe in den Entwicklerforen sogar davor gewarnt » undokumentierte Endpunkte zu verwenden « da sie jederzeit abgeschaltet werden könnten.

Endgültiger Abschied von Cassandra

Und wieder taucht eine interessante Information nebenbei auf: Der technische Grund sei der Wechsel von Apache Cassandra auf die Twitter-eigene Datenbank Manhattan. Der Counter sei eines der letzten Features – die noch auf Cassandra läuft. Twitter habe vor der Wahl gestanden, den Zähler auf der neuen Datenbank frisch zu ausarbeiten was Kosten und die Verzögerung anderer Projekte bedeuten würde, oder ihn zu deaktivieren. Nach Gesprächen mit den wichtigsten betroffenen Kunden habe man sich für das Abschalten der API entschlossen.

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