Auslieferungsverfahren gegen Kim Dotcom wird fortgesetzt

Auslieferungsverfahren gegen Kim Dotcom fortgesetzt

Das Auslieferungsverfahren gegen den Internetunternehmer Kim Dotcom wird in Neuseeland fortgesetzt. Die neuseeländische Justiz beschäftigt sich bereits seit drei Jahren mit der Frage, ob Dotcom wegen Urheberrechtsvergehen an die USA ausgeliefert werden soll.

Kim Dotcom der mit bürgerlichem Namen Kim Schmitz heißt, gründete die Internetplattform Megaupload, über die Nutzer urheberrechtlich geschützte Inhalte wie Filme und Musik illegal teilen konnten. Nachdem die US-Bundespolizei FBI die Plattform im Jahr 2012 geschlossen hatte wurde gegen Dotcom Anklage wegen Betrugs Geldwäsche & Urheberrechtsverletzung erhoben.

Seitdem bemühen sich die USA um eine Auslieferung Dotcoms um ihn vor Gericht stellen zu können. Doch der deutsch-finnische Unternehmer wehrt sich gegen die Auslieferung und kämpft vor Gericht für seine Freiheit.

Der Prozess wurde bereits mehrmals verschoben und zieht sich nun schon seit drei Jahren hin. In diesem Zeitraum hat Dotcom vor Gericht verschiedene Taktiken angewandt um seine Auslieferung zu verhindern. Unter anderem argumentierte er, dass seine Plattform Megaupload lediglich als Cloud-Storage-Dienst fungierte und er deshalb nicht für die Handlungen der Nutzer verantwortlich gemacht werden könne.

Die Entscheidung über die Auslieferung liegt letztendlich bei den neuseeländischen Behörden. Das Verfahren wird voraussichtlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bevor ein endgültiges Urteil gefällt wird.


Der Richter hatte zuvor einen Aufschub oder eine Aufhebung des am Montag aufgenommenen Verfahrens abgelehnt. Bereits seit drei Jahren beschäftigt sich die Justiz mit der Frage, ob der 41-Jährige und seine Kollegen Mathias Ortmann, Bram van der Kolk & Finn Batato wegen Urheberrechtsverletzungen an die USA ausgeliefert werden sollen. Den Männern drohen bei einer Verurteilung durch die US-Justiz dort lange Haftstrafen.

Die US-Behörden werfen Dotcom als Gründer der Tauschplattform Megaupload massive Verletzungen von Urheberrechten mit einem Schaden von einer halben Milliarde Dollar vor. Dotcom der als Kim Schmitz in Kiel geboren wurde und später seinen Namen ändern ließ, bestreitet die Vorwürfe. Nach einer Razzia im Jahr 2012 bei dem Unternehmer hatten die US-Justizbehörden die Auslieferung beantragt. Seitdem wehrt sich Dotcom dagegen.

Bei seinem Auftritt im Gerichtssaal hatte der schillernde Internetunternehmer ebenfalls am Donnerstag wieder einen eigenen Ledersessel mitgebracht, den er nach eigenen Angaben wegen Rückenproblemen benötigt. Für das Verfahren sind vier Wochen angesetzt.

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