
Der Hackerangriff auf das Seitensprungportal Ashley Madison scheint der Bliebtheit keinen Abbruch getan zu haben. Im Gegenteil, es melden sich sehr viele neue Kunden an, was beweist, dass auch schlechte PR ganz einfach PR ist. Doch das bringt dem Geschäftsführer nichts mehr, denn dieser nahm aufgrund der Ereignisse seinen Hut.
Man sollte meinen, dass User vorsichtig werden, wenn durch einen Hackerangriff Millionen an Kundendaten an die Öffentlichkeit gelangen, wie dies beim Seitensprungportal Ashley Madison der Fall war. Doch offenbar lockt so etwas auch weitere Kunden an.
Ashley Madison gewinnt neue Kunden
Das Unternehmen Avid Life Media, zu welchem Ashley Madison gehört, gab bekannt, dass sich in der vergangenen Woche mehrere Hunderttausend neue Kunden für den Service angemeldet hätten. Und das, obwohl vor einigen Wochen während eines Hackerangriffs auf das Portal rund 33 Millionen Accountdaten gestohlen und veröffentlicht wurden - darunter sogar persönliche und private Angaben der User. Die Situation führte sogar zu Selbstmorden. Doch das scheint neue User nicht abzuschrecken, sich auf dem Portal anzumelden.
Die Veröffentlichung der Kundendaten legte auch interessante Details offen. So wurden gefakte Profile von Frauen gefunden, die ebenfalls veröffentlichten internen E-Mails zufolge von den Mitarbeitern erstellt wurden. Dies führte zu der Annahme, dass es kaum "echte" Frauen auf dem Portal geben würde. Das dementierte Avid Life Media jedoch und gab an, dass alleine in einer Woche Frauen fast 3 Millionen Nachrichten über das Portal verschickt hätten. Weibliche Kunden müssen für die Kommunikation mit Männern kein Geld bezahlen, Männer dagegen schon. Außerdem würde das Verhältnis von auf der Plattform aktiven Männern zu aktiven Frauen bei 1,2 zu 1 liegen.
Ende der letzten Woche nahm auch der Geschäftsführer von Avid Life Media, Noel Biderman, seinen Hut und verließ das Unternehmen, da er sich für die Ereignisse verantwortlich fühlte. Das Unternehmen ist nun auf der Suche nach einem neuen CEO, während man versucht, die Scherben zusammenzukehren, welche der Hackerangriff auf Ashley Madison hinterließ. Ashley Madison gibt an, das erfolgreichste Seitensprung-Portal der Branche zu sein. /ab
Bild-Quellen:
Ashley Madison
News Redaktion
am Mittwoch, 02.09.2015 14:59 Uhr
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