E-Books: Random House Deutschland verzichtet auf harten Kopierschutz

E-Books: Auch Random House Deutschland rückt von hartem DRM ab

Random House Deutschland, einer der größten Verlagskonzerns in Deutschland, hat beschlossen, auf den harten Kopierschutz von Adobe bei E-Books zu verzichten. Stattdessen sollen die E-Books der 45 Verlage von Random House nur noch mit einem weicheren DRM versehen werden.

Mit dieser Entscheidung folgt Random House Deutschland dem Vorbild anderer großer Verlage wie Thalia und Hugendubel die bereits auf den harten Kopierschutz verzichten. Der harte Kopierschutz von Adobe wird oft kritisiert, da er den Lesern das Lesen der E-Books auf verschiedenen Geräten erschwert und die Nutzungsfreiheit der Inhalte einschränkt.

Das weiche DRM, das Random House Deutschland zukünftig verwenden will, ermöglicht es den Lesern die E-Books auf verschiedenen Geräten zu lesen, ohne dabei auf technische Einschränkungen zu stoßen. Dadurch wird das Lesen von E-Books flexibler und kundenfreundlicher gestaltet.

Random House Deutschland ist der dritte große Verlagskonzern in Deutschland der auf den harten Kopierschutz verzichtet. Damit zeigt die Verlagsbranche insgesamt einen Trend weg von restriktivem DRM und hin zu kundenfreundlichen Lösungen. Dies ist eine positive Entwicklung für die Leser und ermöglicht ein flexibleres Lesen von E-Books.


Um den Lesern den Umgang mit den digitalen Ausgaben einfacher zu machen, sollen laut Mitteilung ab 1. Oktober die Bücher mit weichem DRM ausgestattet werden. Zu den Verlagen der Gruppe gehören insgesamt 45 Verlage unter anderem Goldmann Heyne, Blessing & Blanvalet.

"Der Verzicht auf hartes DRM erleichtert Lesern und Vertriebspartnern den Umgang mit E-Book-Dateien, erhöht die Kundenzufriedenheit und reduziert Komplexität?, erklärte CEO Frank Sambeth. Mit der Entscheidung schließe Random House sich einem "breiter werdenden Branchenkonsens? an. Zugleich kündigte der Verlag an, ebenfalls weiterhin aktiv gegen Urheberrechtsverstöße vorzugehen. Weiches DRM wie die unsichtbaren Wasserzeichen seien sinnvoll im Kampf gegen Raubkopiererei. Dabei werden E-Books mit Daten versehen die auf den Besitzer schließen lassen.

Der Adobe-DRM-Exodus

Random House folgt damit einer ganzen Reihe von großen Verlagskonzernen: Seit August bieten etwa die deutschen Verlagstöchter der Holtzbrinck PublishingGroup ihre E-Books nur noch mit weichem Kopierschutz an. Das umfasst Droemer Knaur, Kiepenheuer & Witsch und auch die Verlage unter Rowohlt & S. 🐟 Fischer. Bereits im Juli hatte die Bonnier-Gruppe von Adobe DRM auf weichere Techniken umgestellt. Unter anderem die E-Books der Verlage Piper, Ullstein und Carlsen versieht der Medienkonzern mit Wasserzeichen.

Damit verliert der Kopierschutz von Adobe binnen kurzer Zeit gewaltig an Boden auf dem E-Book-Markt. Dem Branchenblog lesen.net zufolge setzten nur noch wenige größere Häuser wie Suhrkamp und Diogenes darauf. Wie lang diese Verlage dabei bleiben – ist abzuwarten.

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