
Vor kurzem meinte Whistleblower Edward Snowden, dass er gerne wieder nach Hause in die USA zurückkehren würde. Er könne sich eine Rückkehr unter der Voraussetzung vorstellen, dass ihn ein fairer Prozess erwarte. Seine Anwälte würden diesbezüglich bereits Verhandlungen führen.
Edward Snowden kann nie mehr in die USA zurückkehren
Doch nun hat Snowden sich offenbar anders entschieden. Er war per Videokonferenz auf der CeBit zugeschaltet und erklärte, dass er durch seine Taten "sein Leben bis auf den Boden niedergebrannt" hätte und deswegen nicht mehr nach Hause zurückkehren könne. Er glaube nicht daran, dass ihn ein fairer und öffentlicher Prozess erwarte. Viel mehr befürchte er, dass man ihn in einem Geheimverfahren verurteilen würde. Die momentane Gesetzeslage würde es gar nicht erlauben, dass Snowden einen fairen Prozess erwarten könne. Derzeit lebt Edward Snowden im Asyl in Russland.
Edward Snowden hatte 2013 geheime Dokumente des US-Geheimdienstes NSA an Journalisten übergeben, was dazu führte, dass die Welt von der Überwachung durch die Geheimdienste erfuhr. Die Journalisten, denen die Dokumente zugespielt wurden, erklärten jedoch, dass sie diese nicht vollständig veröffentlichen können. Dies würde schreckliche Folgen haben, vor allem für viele Personen, die überwacht werden würden und von denen viele brisante Informationen vorliegen würden.
Snowden hingegen fühlt keine Reue für das, was er getan hat. Auch wenn ihm durchaus bewusst ist, dass er sein Leben durch seine Taten komplett zerstört hat, so erklärte er, dass er es immer wieder tun würde. Obwohl sein Boden niedergebrannt wäre, hätte er auch neuen, fruchtbaren Boden geschaffen.
So wird Edward Snowden wohl noch eine Weile in Moskau bleiben, zumindest bis seine Aufenthaltsgenehmigung abläuft. Wie es danach weitergeht, weiß er selbst noch nicht. /ab
Bild-Quellen:
?EDWARD SNOWDEN 2013-10-9 (1) (CROPPED)? VONHTTPS://WWW.YOUTUBE.COM/USER/THEWIKILEAKSCHANNEL- DERIVED FROM: FILE:EDWARD SNOWDEN SPEAKS ABOUT GOVERNMENT TRANSPARENCY AT SAM ADAMS AWARD PRESENTATION IN MOSCOW.WEBM @20S. LIZENZIERT UNTER CC BY 3.0 ÜBER WIKIMEDIA COMMONS
News Redaktion
am Donnerstag, 19.03.2015 10:59 Uhr
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