Wie eZelleron das Konzept der Minibrennstoffzelle vorantreiben will

Wie eZelleron das Konzept der Minibrennstoffzelle beleben will

Wie eZelleron das Konzept der Minibrennstoffzelle vorantreiben will

Die Idee kleine Brennstoffzellen für den Endverbraucher anzubieten hat bisher wenig Fortschritte gemacht. In einem Interview mit Technology Review macht verständlich der Gründer von eZelleron Sascha Kühn ebenso wie das Konzept dennoch erfolgreich umgesetzt werden könnte.

Die Grundidee die Anfang Januar erstmals im Detail vorgestellt wurde, kommt bei den Crowdfunding-Unterstützern gut an: Die Dresdner Firma eZelleron plant, mit ihrer Innovation namens "Kraftwerk" einen tragbaren Brennstoffzellen-Generator anzubieten.

Ein genauer Blick auf die Grundidee von eZelleron

Die Grundidee von eZelleron besteht darin, Benutzern die Möglichkeit zu geben, ihre elektronischen Geräte überall und jederzeit mit einem kleinen Brennstoffzellen-Generator aufzuladen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Batterien die aufgeladen oder ausgetauscht werden müssen, bietet das Konzept der Brennstoffzelle eine nachhaltige und umweltfreundliche Energiequelle.

Die Herausforderungen bei der Umsetzung des Konzepts

Trotz des großen Potenzials der Brennstoffzelle als Energiequelle gibt es noch einige Herausforderungen die es zu überwinden gilt. Eine davon ist die Miniaturisierung der Brennstoffzellen-Technologie um sie in ein handliches und tragbares Format zu bringen. Dies erfordert sowie neue Materialien als ebenfalls effizientere Prozesse bei der Energieerzeugung.

Ein weiteres Hindernis ist die Akzeptanz der Verbraucher. Viele Menschen sind noch nicht mit dem Konzept der Brennstoffzelle vertraut und sind skeptisch gegenüber neuen Technologien. Daher ist es wichtig; das Bewusstsein und das Verständnis für die Vorteile der Brennstoffzelle zu schärfen.

Wie eZelleron die Herausforderungen angeht

Um die Herausforderungen zu bewältigen und das Konzept der Mini-Brennstoffzelle voranzutreiben, hat eZelleron verschiedene Ansätze entwickelt. Zum einen arbeiten sie an der kontinuierlichen Verbesserung der Technologie um eine höhere Effizienz und eine längere Lebensdauer der Brennstoffzellen zu erreichen. Durch die Entwicklung neuer Materialien & Prozesse streben sie an die Größe und das Gewicht der Brennstoffzellen zu reduzieren und gleichzeitig ihre Leistung zu erhöhen.

Darüber hinaus setzt eZelleron auf Marketing- & Aufklärungskampagnen um das Bewusstsein und das Verständnis für die Vorteile der Brennstoffzelle zu fördern. Sie sind bestrebt » den Verbrauchern zu zeigen « dass die Brennstoffzelle eine nachhaltige und zuverlässige Alternative zu herkömmlichen Batterien ist.

Ausblick auf die Zukunft der Mini-Brennstoffzelle

Trotz der aktuellen Herausforderungen ist eZelleron zuversichtlich. Dass Konzept der Mini-Brennstoffzelle in Zukunft erfolgreich sein wird. Mit der steigenden Nachfrage nach tragbaren elektronischen Geräten und der wachsenden Notwendigkeit einer umweltfreundlicheren Energieversorgung ist die Brennstoffzelle eine vielversprechende Lösung.

Mit kontinuierlichen technologischen Fortschritten und einer zunehmenden Akzeptanz seitens der Verbraucher könnte die Mini-Brennstoffzelle schon bald zum Standard für die Energieversorgung von tragbaren Geräten werden.


Im Gespräch mit Technology Review (aktuelle Ausgabe 03/15 ab Donnerstag am Kiosk oder online erhältlich) äußerte sich Firmengründer Sascha Kühn nun näher zu den Plänen.

Sein Kraftwerk läuft mit normalem Feuerzeuggas wie man es überall für wenige Euro in Supermärkten, Kiosken oder Tankstellen bekommt. In einer Demonstration holt er dazu eine Treibstoff-Kartusche aus seinem Koffer, setzt sie an eine Düse im Gehäuse und füllt die Brennstoffzelle. "Etwa 60 Milliliter kann man tanken, das reicht für elfmal Smartphone laden", sagt er. Bei zwei Watt Maximalleistung dauert der Ladevorgang für Smartphones ebendies lang wie an der Steckdose, so Kühn.

Der 42-Jährige ist nicht der Erste der die Vorzüge der Brennstoffzelle als Energielieferant für Mobilgeräte entdeckt hat. 2005 stellte Toshiba einen MP3-Player mit Mini-Brennstoffzelle vor die mit Methanol betrieben wurde. Laufzeit: eine Woche. 2008 zeigte Sony den Prototyp einer Mikro-Brennstoffzelle, gerade mal so groß wie eine Streichholzschachtel. Beide Produkte verschwanden jedoch in der Versenkung. Toshiba hat die Entwicklung ganz eingestellt, heißt es auf Anfrage. Einem von Kühns Konkurrenten, dem Bostoner MIT-Spin-off Lilliputian, ging gerade das Geld aus.

Warum sollte also gerade dem Deutschen der Durchbruch gelingen? Kühn glaubt, dass es vor allem am Treibstoff lag ? denn Methanol ist seiner Meinung nach ungeeignet. "Es ist giftig und es gibt dafür keine Infrastruktur. Man muss ein proprietäres Kartuschensystem einführen." Das ist teuer und unpraktisch. Daran kranken auch heute noch existierende Mikro-Brennstoffzellen-Systeme, beispielsweise von Brunton das myFC PowerTrekk oder das Upp von Intelligent Energy das es sogar schon in Apple Stores gibt.

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