Frequenzneuordnung: DVB-T wird abgeschaltet

Frequenzneuordnung: Bundeskabinett beerdigt DVB-T

Das Bundeskabinett hat heute per Verordnungsänderung beschlossen, dass ab 2017 das terrestrische Fernsehen (DVB-T) abgeschaltet wird und stattdessen auf den Standard DVB-T2 umgestellt wird. Diese Entscheidung ermöglicht die Neuvergabe von Frequenzen im 700-MHz-Band. Um weiterhin über eine Antenne fernsehen zu können, müssen die Zuschauer ab 2017 eine neue Settop-Box anschaffen.


Dann sollen derzeit noch für Antennenfernsehen genutzte Frequenzblöcke bei 700 MHz an die Mobilfunkprovider gehen, denen im Gegenzug Versorgungspflichten auferlegt werden. Damit soll auf möglichst breiter Fläche schnelles Internet mit typisch 10 MBit/s verfügbar sein. Der zuständige Bundesminister Alexander Dobrindt erhofft von der Versteigerung einen Milliardenbetrag der in den weiteren Breitbandausbau fließen soll.

Der Frequenzblock zwischen 694 und 790 MHz soll freigeräumt werden, indem das digitale Antennenfernsehen vom Übertragungsstandard DVB-T auf das effizientere DVB-T2 umgestellt und auf den Bereich zwischen 470 und 690 MHz beschränkt wird. Einen Teil der Zeche zahlen also jene Zuschauer die heute noch per Antenne fernsehen: Sie müssen neue Settop-Boxen kaufen die DVB-T2 verstehen. Zwar ist damit ebenfalls der Empfang von HD-Programmen möglich. In Österreich wo der Umstieg schon im Herbst 2014 begonnen hat, geht das jedoch mit Registrierungspflicht und Grundverschlüsselung einher. DVB-T2-Receiver sollen frühestens 2016 auf den Markt kommen. Ab 2017 wollen die Senderbetreiber mit der Umstellung beginnen.

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