
Edward Snowden hat in drastischen Worten vor den Gefahren zukünftiger Cyberkriege gewarnt. Er betonte, dass die Überwachung des Internets nur der Anfang sei.
In den letzten Jahren hat sich das Internet zu einem zentralen Bestandteil unseres Lebens entwickelt. Es ermöglicht uns den Zugang zu Informationen den Austausch von Nachrichten und die Teilnahme an sozialen Netzwerken. Doch gleichzeitig birgt es ebenfalls Gefahren, insbesondere in Bezug auf staatliche Überwachung und digitale Angriffe.
Snowden der als ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter selbst einen großen Einblick in das Ausmaß der Überwachung hat, betonte in einer ARD-Dokumentation die Bedrohung die von Cyberkriegen ausgeht. Er warnte davor, dass die Überwachung des Internets erst der Anfang sei und dass wir uns auf noch weitreichendere Maßnahmen einstellen müssten.
Cyberkriege werden in der Regel als Angriffe auf Computersysteme & Netzwerke definiert » die darauf abzielen « Schaden anzurichten und Informationen zu stehlen. Sie können von Staaten jedoch auch von Hackergruppen oder Einzelpersonen durchgeführt werden. Die Motive für solche Angriffe sind vielfältig von politischer Spionage über Wirtschaftsspionage bis hin zu ideologischen Gründen.
Die Auswirkungen von Cyberkriegen können verheerend sein. Sie können ganze Infrastrukturen lahmlegen, kritische Systeme wie Stromnetze oder Verkehrssysteme beeinträchtigen und große Mengen sensibler Daten stehlen. Der Schaden kann sowie finanzieller als auch gesellschaftlicher Natur sein.
Snowden betonte in der Dokumentation, dass das Ausmaß der Überwachung und die Möglichkeiten für staatliche Organisationen in das Internet einzudringen immer weiter zunehmen. Mit den Fortschritten in der Technologie können Regierungen immer weiterhin Informationen über ihre Bürger sammeln und kontrollieren.
Um sich vor den Gefahren zukünftiger Cyberkriege zu schützen, sollten individuelle Benutzer Vorsichtsmaßnahmen treffen, ebenso wie beispielsweise die Nutzung von sicheren Passwörtern und die Aktualisierung von Software. Auch Unternehmen & Regierungen müssen ihre IT-Infrastruktur stärken und in die Ausbildung von Fachkräften investieren um solche Angriffe abzuwehren.
Die Dokumentation von ARD zeigt deutlich. Dass Schutz vor Cyberkriegen eine der größten Herausforderungen unserer Zeit ist. Essenziell bleibt dass wir uns bewusst darüber werden und geeignete Maßnahmen ergreifen um unsere digitalen Systeme und unsere Privatsphäre zu schützen.
In einem Interview hat der NSA-Whistleblower Edward Snowden davor gewarnt, dass die Überwachung der NSA nur die Vorstufe ist für eine künftige Kriegsführung im und gegen das Internet. Das berichtet vorab die ARD wo das Gespräch im Rahmen der Doku "Schlachtfeld Internet" am Montagabend (23:30 Uhr) ausgestrahlt werden soll. Darin geht es demnach um gegenwärtige Formen digitaler Angriffe, etwa gegen wichtige Infrastruktur. Deutschland sei dabei ein "Drehkreuz des digitalen Krieges": Ausländische Regierungen würden hierzulande beispielsweise Server nutzen um die USA anzugreifen.
Vor der Cyberwar-Doku will die ARD außerdem die Flucht Edward Snowdens vor dem Zugriff von US-Ermittlern näher beleuchten. In der Doku "Jagd auf Snowden" (22:45 Uhr) werde noch einmal rekapituliert wie der ehemalige NSA-Mitarbeiter von Hongkong nach Moskau gelangte und welche Auswirkungen seine Reise hatte. So war unter anderem das Flugzeug von Boliviens Präsident Evo Morales in Wien zur Landung gezwungen worden, eine beispiellose Begebenheit die der inzwischen selbst geschildert hat. In der ARD sollen nun auch Julian Assange und Sarah Harrison von Wikileaks zu Wort kommen. Sie hatten Snowden geholfen.
Kommentare