
Vor einem Jahr hat das Weiße Haus angekündigt, einen Großteil seines Bestands öffentlich zugänglich zu machen. Dies betrifft ebenfalls Kunstwerke und nun machen zwei Museen des Smithsonian-Instituts den Anfang, indem sie Tausende digitalisierte Kunstwerke bereitstellen.
Das Smithsonian-Institut, eine der weltweit größten Bildungseinrichtungen mit mehreren Museen in den Vereinigten Staaten, hat bekannt gegeben. Dass Freer Gallery of Art und das Arthur M. Sackler Museum ihre digitale Sammlung von Kunstwerken veröffentlichen werden. Diese umfasst weiterhin als 40․000 Objekte darunter Gemälde Skulpturen, Porzellan und archäologische Fundstücke.
Die Sammlung wurde über einen Zeitraum von mehreren Jahren digitalisiert und ist jetzt über die Online-Plattform des Smithsonian-Instituts zugänglich. Die Besucher können die Kunstwerke durchsuchen detaillierte Informationen zu den einzelnen Stücken abrufen und hochauflösende Bilder herunterladen.
Die Freigabe der digitalisierten Kunstwerke ist Teil einer breiteren Initiative des Smithsonian-Instituts, das den Zugang zu seiner umfangreichen Sammlung erleichtern möchte. Das Ziel ist es, Menschen auf der ganzen Welt die Möglichkeit zu geben die Kunstwerke zu erforschen, zu studieren und zu genießen, unabhängig von ihrem Standort oder ihrer finanziellen Situation.
Die Veröffentlichung der digitalisierten Kunstwerke bedeutet jedoch nicht, dass die physischen Werke nicht mehr im Museum zu sehen sein werden. Das Smithsonian-Institut betont, dass die Online-Präsentation eine Ergänzung zu den Ausstellungen vor Ort ist und keineswegs den Besuch des Museums ersetzen soll.
Die Öffnung seiner Kunstwerke für die Online-Welt ist ein Schritt um den Zugang zu Kunst & Kultur zu demokratisieren. Die digitale Technologie ermöglicht es Menschen die sonst nicht die Möglichkeit hätten Museen in fernen Ländern zu besuchen Kunstwerke aus der ganzen Welt zu entdecken und zu schätzen.
Das Smithsonian-Institut ist nicht das einzige Museum, das seine Sammlung digitalisiert und online zugänglich macht. In den letzten Jahren haben viele Institutionen ähnliche Initiativen gestartet um den Zugang zu Kunst & Kultur zu erweitern. Dieser Trend wird voraussichtlich in Zukunft weiter zunehmen da immer mehr Museen die Vorteile der Digitalisierung erkennen.
Nachdem das Weiße Haus die Öffnung der bereits digitalisierten Werke im Mai 2014 angekündigt hat, machten nun die Free Gallery of Art und die Arthur M. Sackler Gallery den Anfang. Mehr als 40․000 abfotografierte Werke aus den Beständen an asiatischer Kunst stehen damit für eine nicht-kommerzielle Nutzung auf einer eigenen Seite zur Verfügung. Sie können dazu auch verändert werden. Als Quelle muss dabei lediglich "Courtesy of Freer Gallery of Art and Arthur M. Sackler Gallery, Smithsonian Institution" angegeben werden, erklären die Betreiber.
Die beiden Kunstmuseen widmen sich vor allem asiatischer Kunst. Unter den nun digital veröffentlichten Werken finden sich vor allem Abbildungen von Porzellan und Drucken. Mehr als 90 Prozent der digitalisierten Werke stehen den Museen zufolge in einer so hohen Auflösung zur Verfügung: Sie auch für größere gedruckte Werke verwendet werden können. Insgesamt seien bei der Digitalisierung mehr als 10 Terabyte an Daten angefallen und dabei sei man noch nicht am Ende. Als nächstes planen die Museen nach eigener Aussage 360-Grad-Panoramen und 3D-Modelle.
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Smithsonian stellt Kunst ins Netz (10 Bilder)
Zu den Werken gehört etwa dieses Landschaftsbild von Tang Yin
(Bild: Courtesy of Freer Gallery of Art and Arthur M. Sackler Gallery; Smithsonian Institution.)
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