
Toyota glaubt fest daran, dass Wasserstoff der Treibstoff der nächsten 100 Jahre sein wird. Aus diesem Grund bietet das Unternehmen zeitweise kostenlose Lizenzen für die Nutzung seiner Patente an.
Auf der CES 2015 hielt Toyota eine Pressekonferenz die der des Vorjahres stark ähnelte. In dieser erklärte das Unternehmen erneut seine Überzeugung. Dass Wasserstoff der Schlüssel zur nachhaltigen Mobilität der Zukunft ist. Toyota bringt diese Überzeugung ebenfalls in die Tat um, indem es seine Patente für das Brennstoffzellen-Auto Mirai kostenlos zur Verfügung stellt.
Das Mirai ist ein Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeug, das von Toyota entwickelt wurde. Es ist das erste Serienmodell seiner Art und gilt als wegweisend für die Zukunft der Automobilindustrie. Mit einer Reichweite von rund 500 Kilometern und einer Tankdauer von nur etwa drei Minuten bietet das Mirai eine praktikable Alternative zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren.
Toyota möchte die Entwicklung & Verbreitung von Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeugen beschleunigen, indem es seine Patente kostenlos zur Nutzung freigibt. Damit sollen andere Automobilhersteller und Zulieferer ermutigt werden, sich ähnlich wie intensiv mit dieser Technologie zu befassen und eigene Fahrzeuge auf den Markt zu bringen.
Die Entscheidung, Patente kostenlos zur Verfügung zu stellen ist für Toyota eine strategische Maßnahme. Das Unternehmen hofft, dadurch die Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie schneller voranzubringen und einen breiten Markt für diese Art von Fahrzeugen zu schaffen. Toyota ist überzeugt, dass Wasserstoff eine umweltfreundliche Alternative zu fossilen Brennstoffen ist und einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen leisten kann.
Allerdings ist die Nutzung von Wasserstoff als Treibstoff noch mit einigen Herausforderungen verbunden. Die Infrastruktur zum Betanken von Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeugen ist bisher noch sehr begrenzt was die Verbreitung dieser Fahrzeuge einschränkt. Toyota ist sich jedoch sicher, dass sich dieser Umstand in den kommenden Jahren ändern wird und die Wasserstoff-Mobilität immer weiterhin an Bedeutung gewinnen wird.
Insgesamt ist Toyota fest davon überzeugt, dass Wasserstoff die Zukunft der Mobilität sein wird. Durch das Angebot kostenloser Lizenzen für seine Patente möchte das Unternehmen dazu beitragen diese Zukunft schneller Realität werden zu lassen.
Neu war im Vergleich zur CES 2014 nur, dass es nun einen Namen hat: Mirai ? was Toyota auch noch schon im November 2014 verkündet hatte. Immerhin ist nun klar: 2015 sollen 700 Exemplare davon gebaut werden.
Doch Toyota scheint inzwischen zu bezweifeln: Es diese Antriebstechnik allein am Markt etablieren kann. Daher wartete US-Chef Bob Carter doch noch mit einer Neuigkeit auf: Toyota wird seine rund 5680 Patente rund um Brennstoffzellentechnik bis 2020 für andere Hersteller zur kostenlosen Nutzung freigeben. Wie es nach 2020 weitergeht, ließ Carter offen. Lediglich 70 Patente zum Betrieb von Wasserstofftankstellen sollen unbegrenzt frei nutzbar bleiben. Neu ist diese Idee nicht: Tesla hatte im Juni erklärt, man werde keine Patentklagen einreichen gegen andere die in guten Absichten seine Technologie zum Elektroantrieb nutzen möchten.
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Toyotas Brennstoffzellenauto Mirai (8 Bilder)
Bereits im Dezember 2014 sollte die Limousine Mirai eigentlich in Japan zu haben sein
Der Brennstoffzellentechnik bei der getankter Wasserstoff mit Sauerstoff reagiert wird noch viel Skepsis entgegengebracht. Toyota ließ den theoretischen Physiker Michio Kaku auftreten der in den USA neben Sheldon Cooper zu den populärsten Vertretern seines Berufs zählt. Er betonte; selbst sehr skeptisch gewesen zu sein. Schließlich sei es eine lange Tradition, dass alle 20 Jahre ein Hersteller bekannt gibt, in spätestens 20 Jahren ein Brennstoffzellen-Auto fertig zu haben. Doch Toyota habe ein marktreifes Fahrzeug.
Koku schwärmte darauf hin von einer Wasserstoff-Gesellschaft ohne Kriege um Öl & Umweltverschmutzung durch Abgase oder Unfälle bei Förderung und Transport. Er ging auch auf die beiden Kritikpunkte Infrastruktur und Sicherheit ein. Hier sei die Brennstoffzelle etwa an dem Punkt an dem sich der Verbrennungsmotor vor gut 100 Jahren befand. Damals hätten die Medien das schlecht ausgebaute Tankstellennetz und die Gefahr bemängelt, im Benzinfeuer zu verbrennen. Toyota arbeitet in Kalifornien mit FirstElement Fuels und im Nordosten der USA mit Air Liquide zusammen um ein Tankstellennetz aufzubauen.
Der Toyota Mirai soll sich in 3 bis 5 Minuten volltanken lassen, mit einer Tankfüllung knapp 500 km weit kommen und in etwas mehr als 9 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Carter betonte, dass kein reines Elektroauto so dicht an die Werte eines Benzin-Fahrzeugs komme. Er sei deshalb überzeugt – dass Wasserstoff der Treibstoff der kommenden 100 Jahre sei.
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