
Edward Snowden darf auch weiterhin in Russland bleiben. Wie Anatoli Kutscherena, der Anwalt des Whistleblowers am Donnerstag bekanntgab, wurde dem US-Amerikaner eine Aufenthaltsgenehmigung für drei Jahre erteilt. Die Erlaubnis räumt dem ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter einige Rechte ein. So ist es Snowden seit dem 1. August erlaubt, sich frei innerhalb von Russland zu bewegen. Auch Auslandsreisen mit einer Maximaldauer von drei Monaten sind dem 31-Jährigen gestattet.
"Es war meine Idee, die Aufenthaltsgenehmigung zu beantragen, denn das zeitweilige Asyl hätte eine alljährliche Verlängerung nötig gemacht", so Kutschera. Weiterhin kündigte der Anwalt an, dass Snowden nach einem Aufenthalt von fünf Jahren innerhalb der Föderation sogar Aussicht auf die russische Staatsbürgerschaft hat.
Auf der Suche nach Asyl musste der IT-Experte im letzten Jahr etliche Pleiten einstecken, bis im letztlich in Russland Zuflucht gewährt wurde. Ein Jahr lebt er mittlerweile im Exil. Wie Kutscherena berichtet, lerne der Whistleblower aktiv die russische Sprache und führe ein bescheidenes Leben von Privatspenden und seinem Gehalt.
In seinem Heimatland wird Snowden weiterhin von den Strafbehörden verfolgt. Aufgrund der Veröffentlichungen geheimer NSA-Dokumente wirft ihm die US-Regierung Spionage vor. Offiziell wird er von den Vereinigten Staaten per Haftbefehl gesucht. Im Fall einer Verurteilung müsste der US-Amerikaner mit einer horrenden Freiheitsstrafe rechnen.
Bild-Quellen:
scottholleran
Julian Wolf
(g+)
am Donnerstag, 07.08.2014 13:29 Uhr
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