Ehemaliger NSA-Direktor verkaufte angeblich geheime Informationen

Ehemaliger NSA-Direktor verkaufte angeblich geheime Informationen
General Keith Alexander war jahrelang Direktor der NSA, musste sich aber vor etwa einem Jahr im Zuge der Snowden-Affäre zurückziehen. Doch nun steht er unter Verdacht, geheime Informationen für monatliche 1 Million Dollar verkauft zu haben.

Die Affäre rund um Whistleblower Edward Snowden hat den ehemaligen Direktor der NSA, General Keith Alexander, seinen Job gekostet. Doch damit nicht genug steht er nun unter Verdacht, Geheiminformationen verkauft zu haben und das nicht nur ein Mal, sondern monatlich für jeweils ein Million US-Dollar!

Monatlich eine Million Dollar

Der Repräsentant der Demokraten Floridas, Alan Grayson, beschuldigt General Alexander, Geheiminformationen an Gruppen von Geschäftsbanken verkauft zu haben und dafür monatlich eine Million US-Dollar kassiert zu haben. Alexander hatte sich zuvor schon schuldig gemacht, eine Beratungssumme von 1 Million Dollar verlangt zu haben, was dem Kongress sauer aufstieß.

Alan Grayson ist sicher, dass General Alexander noch mehr Verbrechen begangen hat, denn laut ihm könne man den Service, den Alexander aktuell anbietet, nur dann anbieten, wenn man im Besitz von Geheiminformationen ist. Momentan bietet Alexander seine Kenntnisse einer Sicherheitsfirma an, die darauf spezialisiert ist, Banken vor Cyberangriffen zu schützen. Angeblich hätte Alexander ein einzigartiges System entwickelt, derartige Angriffe zu entdecken. Daher geht Alan Grayson davon aus, dass Alexander Informationen und Daten für dieses Projekt nutzt, die er von der NSA hat.

In den USA ist es allerdings nichts Ungewöhnliches, dass ehemalige Regierungsbeamte, Mitarbeiter von Geheimdiensten und hochranginge Polizisten ihre gewonnenen Fähigkeiten sowie ihre Kontakte nutzen, um nach der Pensionierung als Privatperson in hervoragend bezahlten Jobs zu arbeiten, die sich mit dem Arbeitsbereich beschäftigen, in dem sie zuvor tätig waren. Das wird stillschweigend geduldet. Nicht so bei General Alexander. 

Natürlich wirft diese Affäre kein gutes Licht auf die NSA. Denn wenn Mitarbeiter nach der Pensionierung oder nach dem Rausschmiss Geheimdaten dazu nutzen können, sich zu bereichern, dann ist das Sicherheitssystem alles andere als sicher. /ab

Bild-Quellen:
Global Astrology

News Redaktion
am Donnerstag, 31.07.2014 16:53 Uhr

Zuletzt aktualisiert am Uhr





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