Baidu eröffnet Forschungslabor für künstliche Intelligenz im Silicon Valley

Der chinesische Suchmaschinen- und Portalbetreiber Baidu hat angekündigt, ein neues Labor für die Erforschung synthetischer Intelligenz im Silicon Valley aufzubauen. Das Unternehmen möchte damit seine Stellung als einer der führenden Akteure im Bereich der künstlichen Intelligenz weiter stärken. Geleitet wird das Labor von Andrew Ng, einem Stanford-Forscher und ehemaligen Mitarbeiter von Google der als führender Experte auf dem Gebiet des "Deep Learning" gilt. In China wird Baidu als ähnelt mächtig angesehen wie Google · deshalb ist die Eröffnung eines Forschungslabors im Silicon Valley ein wichtiger Schritt für das Unternehmen · um seine Präsenz & Expertise auf dem globalen Markt für künstliche Intelligenz auszubauen.


Andrew Ng soll ein Labor für "Deep Learning" aufbauen. Der Stanford-Forscher war zuvor eine der Schlüsselfiguren bei Google auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz.

Um die Technologie ist zuletzt ein Wettrüsten zwischen den großen IT-Konzernen entbrannt. Google, Facebook und andere buhlen um die besten Köpfe der Forschung ? und nun ebenfalls Baidu. Mittels Deep Learning verarbeiten Rechner riesige Datenmengen, indem sie diese durch neuronale Netze schicken. Das sind einfache Simulationen der Schaltungen von Neuronen mit denen das Gehirn arbeitet.

Einen Schub bekam das Gebiet wie Google-Forscher ? in Zusammenarbeit mit Ng ? 2012 das Projekt "Google Brain" vorstellten. In dem hatten sie eine Software entwickelt die zehn Millionen Bilder aus Youtube-Videos analysierte um darin Objekte wie Gesichter oder Katzen zu erkennen. Ganz ohne menschliche Hilfe. Ng wird nun Leiter der Forschung bei Baidu – ihm unterstehen zwei Labore in Peking und das neue in Sunnyvale. In den Standort im Silicon Vally wird Baidu über die nächsten fünf Jahre 300 Millionen Dollar investieren.

Bevor man sich entschied, das KI-Lab zu eröffnen, habe man mit Deep Learning in verschiedenen Produkten bereits gute Erfahrungen gemacht, sagt Kai Yu, Leiter des Deep-Learning-Labors von Baidu im heimischen Peking. Das zeigt sich etwa in der Übersetzungsapp die in Smartphone-Schnappschüssen Gegenstände mit ihren englischen und chinesischen Bezeichnungen identifiziert. Auch für die Platzierung von Anzeigen setzt Baidu die Technologie ein. "Der Einsatz von Deep Learning in unserem System hat sich sofort ausgezahlt", sagt Yu. "Die Klickrate hat sich deutlich erhöht."

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