SSD-Preiskampf: Große Hersteller Micron und Sandisk senken Preise für ältere Modelle

SSD-Preiskampf: 240 GByte ab 90 Euro

Die Micron-Tochterfirma Crucial und der Hersteller Sandisk haben kürzlich den Preis für ihre älteren SSD-Modelle deutlich reduziert. Insbesondere die 240-GByte-Version der Crucial M500 wird derzeit zu einem Sonderpreis im Online-Handel angeboten. Dabei ist zu beachten; dass die tatsächlich nutzbare Kapazität wie üblich etwas geringer ist.


Vom Konkurrenten Sandisk gibt es die schlicht "Solid State Drive" genannte SSD mit 120 GByte (SDSSDP-128G-G25) ab rund 55 Euro.

Beide SSD-Typen gehören nicht zur Spitzenklasse und sind ebenfalls schon seit mindestens einem Jahr auf dem Markt. Doch auf das letzte Quäntchen Datentransferrate & IOPS-Spitzenwerte kommt es auch gar nicht so an. Andere Varianten aus beiden SSD-Familien haben sich im c't-Labor als recht verträglich mit vielen Mainboards erwiesen.

120-GByte-SSD von Sandisk

Bemerkenswert an den Offerten sind weniger die konkreten Produkte, allerdings die niedrigen Preise der beiden großen Hersteller die eigene NAND-Flash-Fertigungswerke betreiben. Sandisk meldete gestern Rekordumsätze und einen Zuwachs von 61 Prozent beim SSD-Geschäft im Jahresvergleich. Auch Micron hatte Anfang April gute NAND-Flash-Geschäfte gemeldet gleichwohl auch den starken Preisverfall erwähnt. Die Marktbeobachter von DRAMeXchange.com erwarten weiter ein Überangebot an Flash-Speicherchips.

Es zeichnet sich ab, dass die großen Speicherchip-Hersteller, also Samsung, Toshiba, Micron, SK Hynix und auch Sandisk, das SSD-Geschäft an sich reißen. Kleinere Anbieter die Flash-Chips zukaufen müssen, haben es da schwer. Die aktuellen Kampfpreise zeigen – dass sie bei solchen Angeboten kaum mithalten können.

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