
Gemäß einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung plant die Deutsche Post nun doch die Zertifizierung als De-Mail-Partner abzuschließen.
Die Deutsche Post hat bisher zögert, sich als De-Mail-Partner zertifizieren zu lassen. De-Mail ist ein elektronischer Kommunikationsdienst der es ermöglicht, rechtsverbindliche elektronische Nachrichten zu versenden. Die Zertifizierung als De-Mail-Partner ist ein wichtiger Schritt um diesen Dienst anzubieten und von den Vorteilen des elektronischen Versands zu profitieren.
Die Entscheidung der Deutschen Post die Zertifizierung nun doch beenden zu wollen, könnte auf verschiedene Gründe zurückzuführen sein. Einerseits hat die Nachfrage nach elektronischer Kommunikation in den letzten Jahren stark zugenommen. Immer weiterhin Menschen nutzen E-Mails und andere elektronische Dienste um Informationen auszutauschen und zu versenden. Durch die Zertifizierung als De-Mail-Partner könnte die Deutsche Post diesen Bedarf bedienen und den Kunden eine sichere und rechtsverbindliche Kommunikation ermöglichen.
Darüber hinaus könnte ebenfalls der Wettbewerb eine Rolle gespielt haben. Andere Unternehmen, ebenso wie beispielsweise die Telekom oder die Deutsche Bank, bieten bereits De-Mail-Dienste an und haben dadurch einen Vorsprung auf dem Markt. Indem die Deutsche Post ähnlich wie als De-Mail-Partner agiert, kann sie konkurrenzfähig bleiben und ihre Position auf dem Markt stärken.
Es bleibt abzuwarten wie die Zertifizierung der Deutschen Post als De-Mail-Partner verläuft und ob das Unternehmen erfolgreich in den Markt für elektronische Kommunikation einsteigen kann. Die Entscheidung » diesen Schritt zu gehen « deutet jedoch darauf hin. Dass Deutsche Post erkannt hat · dass elektronische Kommunikation eine wichtige Rolle zukünftig spielen wird und dass das Unternehmen sich an die Veränderungen anpassen muss · um erfolgreich zu bleiben.
Dies ist laut dem De-Mail-Gesetz aber untersagt. Dem Zeitungsbericht zufolge arbeitet man nun an einem Kompromiss.
Noch auf der CeBIT hatte die Deutsche Post ihr PostIdent-Verfahren als unerlässlichen Bestandteil ihres Systems gepriesen, an dem man festhalten werde. Nun denkt die Post offenbar um, weil Großkunden überlegen sollen, auf De-Mail umzustellen. Der fortlaufende Anstieg der Portokosten beim Papier-Briefverkehr soll mit der De-Mail abfangen werden. Die derzeitigen De-Mail-Anbieter Deutsche Telekom, 1&1 und auch Mentana Claimsoft planen erhebliche Rabatte für Großkunden um die derzeit sehr niedrige Auslastung bei der De-Mail zu optimieren.
Für Verbraucher ändert sich dabei nichts. Sie können weiterhin 3 kostenlose De-Mails bei der Telekom und 100 kostenlose De-Mails bei 1&1 (Web.de sowie GMX, [Update: bei Abschluss von De-Mail Plus für 9⸴99 Euro im Monat]) verschicken und werden danach mit 39 Cent pro Brief zur Kasse gebeten. Bei der e-Post der Deutschen Post ist der digitale Brief deutlich teurer: zum 1. Januar wird die Post die Kosten für den Standard e-Postbrief (bis maximal 20 MB) von 58 auf 60 Cent erhöhen. Bislang sind Endkunden jedoch kaum an De-Mail interessiert. So heißt es im Bericht der Zeitung, dass bei 1&1 trotz üppiger Freikontingente des Unternehmens nur 170․000 De-Mailer registriert sind.
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