
Die Anti-Viren-Spezialisten von Kaspersky Lab haben nach eigenen Angaben erstmals mehr mobile Backdoor-Programme als SMS-Trojaner ermittelt. "Während Cyberkriminelle SMS-Trojaner dafür einsetzen, um auf einem infizierten Gerät unbemerkt von dessen Nutzer Textnachrichten an Premium-Nummern zu senden und so Geld vom betroffenen Konto abzuzweigen, eröffnen Backdoor-Programme Kriminellen deutlich mehr Optionen", erläutern die Sicherheits-Experten in einer heutigen Mitteilung. Denn Backdoor-Schädlinge bieten illegalen Zugang zu einem Smartphone oder Tablet." So könnten Cyberkriminelle beispielsweise weitere Schädlinge nachladen oder persönliche Daten wie Bilder, Videos, Kontaktdaten inklusive Telefonnummern, E-Mail-Adressen oder GPS-Koordinaten stehlen.
Von Jahresende 2012 bis Ende Februar 2013 registrierte Kaspersky Lab eine Zunahme der mobilen Schädlinge um 38 Prozent auf 75.000 Varianten. Backdoors und SMS-Trojaner machen dem Anbieter von Sicherheits-Softare zufolge fast 60 Prozent der bekannten mobilen Schad-Programme aus. Erstmals seien dabei mit 22.871 einzelnen Varianten mehr mobile Backdoor-Programme als SMS-Trojaner (21.829 Samples) entdeckt worden. "Eine Verschiebung von eher einfach gestrickter hin zu besser entwickelter Schadsoftware ist erkennbar", so Kaspersky Lab. "Backdoor-Programme, Online-Banking-Trojaner oder mobile Spyware ermöglichen Cyberkriminellen höhere Profite."
Das Hauptziel mobiler Attacken sei nach wie vor Android. Über 96 Prozent der mobilen Malware habe es auf das Google-Betriebssystem abgesehen. Kaspersky Lab gibt Smartphone- und Tablet-Nutzern fünf Tipps ihres mobilen Endgeräts.
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