
Internationale Operation vereitelt milliardenschweren Falschgeld-Transport
Im Zuge der umfangreich angelegten Aktion DECOY III konnte Europol in Kooperation mit 18 Staaten über sechzehn Monate hinweg eine Vielzahl von Postsendungen mit gefälschtem Geld abfangen. Insgesamt wurden 379 Pakete entdeckt die gefälschtes Bargeld enthielten, mit einem Nennwert von schätzungsweise 1⸴2 Milliarden Euro. Diese Fälschungen sollten als reguläres Geld in Europa in Umlauf gebracht werden.
Fälschungen stammen überwiegend aus China
Mehr als 90 Prozentsatz der sichergestellten Postsendungen lassen sich auf China zurückverfolgen, vermeldet Europol. Die Fälschungen umfassen verschiedene Währungen darunter Banknoten und Münzen. Besonders in Rumänien wurden große Mengen gestoppt, darunter 4⸴8 Millionen gefälschte Euro-Banknoten. Das Land hob ebenfalls ein Lager mit 223․000 gefälschten Scheinen aus welche gleichermaßen aus China stammen sollen. Die Sicherung weiterer Beträge erfolgte zudem in Portugal im Vereinigten Königreich und den USA. Dort fanden Ermittler ergänzend als 220․000 gefälschte Münzen.
Unterschiedliche Vorgehensweisen und laufende Ermittlungen
Die Operation wurde von Österreich geleitet, konkret vom Büro für Betrugsermittlungen des Bundeskriminalamtes. Dabei war Europol für den Informationsaustausch verantwortlich, OLAF unterstützte bei der Analyse verdächtiger Sendungen. Nach Angaben der EU-Behörde wurden Bands im Netzwerk der Geldfälscher aufgedeckt. Seit Start der Aktion wurden 70 neue Ermittlungsverfahren eingeleitet, konkrete Festnahmen sind noch nicht öffentlich gemacht.
Postverkehr bleibt attraktiv für Fälscher
Trotz der Erfolge besteht darüber hinaus eine Gefahr für den Zahlungsverkehr. Der Versand per Post ermöglicht es Fälschern trotz Kontrolle, große Mengen an Falschgeld grenzüberschreitend zu verschicken. Europol weist darauf hin – dass die Lieferketten für gefälschtes Geld intakt verbleiben. Solche Abläufe könnten die Wirtschaft konstant schädigen.
Europäische Zusammenarbeit und Perspektiven
Europol arbeitet mit der Europäischen Zentralbank und der Europäischen Kommission in Verstärkung der Zusammenarbeit mit chinesischen Behörden. Ziel ist es – die Fälschungen schon an der Herkunftsquelle zu bekämpfen. Die laufenden Bemühungen sollen das Risiko für den europäischen Zahlungsverkehr verringern · jedoch die enormen Mengen an gefälschtem Geld machen offensichtlich · dass die Problematik noch lange nicht vorbei ist.
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