Private Radiosender setzen auf Künstliche Intelligenz in der Nacht

„Evolution des Radios“? Erste private Radiosender spielen KI-generierte Songs

Frühe Schritte in der KI-Musik-Ära


Experten berichten dass private Radiostationen wie Radio Frankfurt Antenne Koblenz und 95.9 Charivari nachts regelmäßig KI-generierte Lieder spielen. Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) gleichermaßen die The Radio Group bekräftigen diese Entwicklung.



Nächtliche KI-Musik auf mehreren Sendern


Zwischen eins und vier Uhr morgens läuft das Programm der The Radio Group, das durch den Geschäftsführer Tim Lauth bestätigt wird. Die Gruppe betreibt 19 Radiosender in Deutschland darunter populäre Stadtradios wie Radio, Frankfurt, Radio, Cottbus & Antenne Kaiserslautern. Lauth erläutert, dass die Programmelemente zu Start und zwischen den Songs durchsichtig auf KI-Musik hinweisen. Der Anteil an KI-generierter Musik im Nachtprogramm soll jedoch nicht auf die Tageszeiten ausgeweitet werden.



Das Nachtprogramm von Charivari setzt ebenfalls auf KI


Der bayerische Sender 95.5 Charivari folgt gleichermaßen diesem Trend. Laut Programmanzeige spielt der Sender von ein bis vier Uhr exklusiv KI-generierte Musikstücke – ein Umstand der vom BLM-Präsidenten Dr. Thorsten Schmiege bestätigt wurde. Er betont; dass zu jeder Std. durch einen Jingle auf die KI-Musik hingewiesen werde. Für den Mainstream der Branche sei die Nutzung KI-gestützter Musik bis dato eher eine Randerscheinung.



KI-Musik – der nächste Schritt in der Radiogeschichte


Tim Lauth bezeichnet den Einsatz von KI-Musik im Radio als „logischen nächsten Schritt in der Evolution des Radios“. Er hebt den Unterhaltungswert hervor den die Hörer bislang positiv bewerten. Gleichzeitig macht Schmiege offensichtlich, dass KI-generierte Überschrift keine Gebühren bei der GEMA führen zu.



Wirtschaftliche Vorteile bei der Nutzung KI-freier Musik


Radiostationen zahlen in der Vorschrift an die GEMA, wenn sie Musik aus dem GEMA-Repertoire spielen. Wird nachts nur KI-generierte Musik gespielt, sinkt der Anteil der Töne aus dem GEMA-Portfolio. Das senkt die zu zahlenden Vergütungen erheblich.



Bedenken der GEMA: Urheberrechtsfragen und Fairness


Die GEMA äußert sich skeptisch gegenüber der Öffnung für KI-Musik. Zwar genieße KI-generierte Musik keinen Urheberrechtsschutz, jedoch sei sie möglicherweise eine Verletzung der Rechte der ursprünglichen Urheber die zum KI-Training nutzt wurden. Die Gesellschaft bemängelt, dass Werke ohne Zustimmung der Rechteinhaber genutzt wurden und bisherige Widersprüche ignoriert worden sind.



Rechtslage: Urheberrechtliche Probleme durch KI


Im Dezember vergangenen Jahres bestätigte das Landgericht München: Die Speicherung von Liedtexten für das KI-Training eine Urheberrechtsverletzung darstellt. Der BLM-Präsident Schmiege sieht die Verantwortung für etwaige Verletzungen beim KI-Anbieter.






Kommentare


Der Einsatz von KI-generierter 🎵Musik im privaten 📻Radio schreitet voran – zunächst primär nachts. Während Branchenvertreter den Schritt begrüßen, warnen Urheberrechtsorganisationen vor rechtlichen Herausforderungen und der möglichen Bedrohung menschlicher Kreativität.


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