
Ein faszinierendes Projekt in Planung
Die HBO wird die Geschichten aus dem beliebten Rollenspiel „Baldur’s Gate 3“ in einer eigenen Serienfassung weiterentwickeln. Serienproduzent Craig Mazin bestätigte dieses Plan gegenüber einem Branchenmagazin. Sein Interesse an dem Projekt ist umfangreich denn er ist kein Unbekannter in der Umsetzung von Videospielinhalten für das Fernsehen.
Mazin – ein großer Fan und kreativer Kopf
Mazin der zuvor bei der HBO-Serie „The Last of Us“ mitgewirkt hat, freut sich auf die Herausforderung. Er bezeichnet sich selbst als leidenschaftlicher Fan von „Baldur’s Gate 3“ und will die Serie akurat schreiben und produzieren. Seine Begeisterung gründet auf fast 1000 Stunden Spielzeit die er schon in das Spiel investiert hat. Für ihn sei es ein erfüllter Traum das Universum weiter erzählen zu dürfen das von Larian Studios & Wizards of the Coast erschaffen wurde.
Die Handlung der Serie
Die geplante Serie spielt direkt nach den Ereignissen von „Baldur’s Gate 3“. Sie soll zeigen wie die Bewohner der „Dungeons & Dragons“-Welten auf die Geschehnisse reagieren. In den Fokus rücken neue Figuren ebenso wie bekannte Charaktere aus dem Spiel. Die Geschichten werden tief in die komplexen Entscheidungen eintauchen die im Spiel zu zahlreichen Enden führen.
Der Umgang mit Spielentscheidungen und Enden
„Baldur’s Gate 3“ zeichnet sich durch große Entscheidungsfreiheit aus. Die Serie muss klären welche Handlungen und Schicksale die offizielle Version bestimmen. Prominente Begleiter können je nach Spielerentscheidung sterben, sich in Gedankenwesen verwandeln oder sogar zu Gottheiten aufsteigen. Viele dieser Wege verbleiben im Serienkanon vorhanden sein was die narrative Vielfalt steigert.
Casting und kreative Umsetzung
Mazin möchte die Stimmen aus dem Originalspiel für die Serie erzielen. Seine Absicht ist es die Charaktere mit größtmöglichem Respekt & Liebe zum Leben zu erwecken. Die ersten beiden Spielteile sollen dabei eine weniger zentrale Rolle spielen.
Keine Einbindung der Entwickler von „Baldur’s Gate 3“
Trotz des Namens namentlich nennt Mazin die belgischen Larian Studios und deren Chef Swen Vincke. Doch der Entwickler ist bei der Serienproduktion wohl nicht eingebunden. Das berichtet der Spielejournalist Geoff Keighley. Im Gegensatz zu Mazins Arbeit an „The Last of Us“ hatte Neil Druckmann damals wesentlichen Einfluss. Die Rechte an „Dungeons & Dragons“ gleichermaßen an „Baldur’s Gate“ liegen darüber hinaus bei der Firma Wizards of the Coast, einer Tochter von Hasbro.
Der Blick in die Zukunft
Während die Produktion der Serie läuft, arbeitet Larian Studios an einem neuen Projekt. Mit „Divinity“, vorgestellt im Dezember, kehren die Belgier in die Welt von Rivellon zurück. Entwickler Vincke hatte mehrfach angedeutet, dass die ursprünglichen D&D-Regeln sowie die Vorgeschichten im Spiel die kreative Arbeit bei „Baldur’s Gate 3“ eingeschränkt haben.
Wann und wo die Serie zu sehen sein wird
Der Streamingdienst HBO Max ist seit Januar in Deutschland verfügbar. Doch ein konkreter Starttermin für die „Baldur’s Gate 3“-Adaption steht noch aus. Offizielle Angaben zu einem Zeitplan fehlen bislang.
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Insgesamt steckt in diesem Projekt viel Liebe zum Detail und die Chance, eine einzigartige Fantasy-Serie zu schaffen, deren Grundlage die komplexen Entscheidungen und vielfältigen Enden des Spiels sind.
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